Mitglieder erhalten erneut 8 % Dividende

Es war die letzte Generalversammlung der Aegidienberger Bank vor der Fusion mit der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG im Juni.

Vorstandssprecher Heinz-Peter Witt präsentierte den knapp 200 Mitgliedern und Gästen die Wachstumszahlen 2016 und bestätigte ihnen, dass die Entscheidung aus dem letzten Jahr, mit der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG zu fusionieren, aufgrund immer größer werdender  Probleme mit der Regulatorik, der Niedrigzinspolitik der EZB sowie der Digitalisierung, mehr als richtig war.

Er dankte den Mitgliedern noch einmal für ihren Weitblick. „Durch diese Entscheidung ist sichergestellt, dass der Bankplatz Aegidienberg langfristig erhalten bleibt. Die getroffenen Zusagen im Rahmen der Fusion haben Bestand:

  • 10-jährige Bestandsgarantie für die Bankstelle in Aegidienberg
  •   5-jährige Beschäftigungsgarantie für alle Mitarbeiter
  • Zusage, dass alle Mitarbeiter im Kundenkontakt, die in Aegidienberg bleiben wollen, auch weiterhin hier vor Ort da sein werden
  • Förderung von Schulen, Kindergärten und Vereinen mit 16.000,00 € pro Jahr
  • in der Vertreterversammlung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG am 30. Mai 2017 wird unser Aufsichtsratsmitglied Frank Grabow für die Wahl in den Aufsichtsrat sowie
  • unser Aufsichtsratsmitglied Klaus Linnig für die Wahl in den Wahlausschuss der Volksbank vorgeschlagen
  • in der Regionalverssammlung am 23. November 2017 wird Herr Linnig zusätzlich für die Wahl in den Beirat der Volksbank vorgeschlagen.

Die Integration der Mitarbeiter bei der Volksbank funktioniert bisher reibungslos.“, berichtet Witt.


Als weiteres Zeichen der Wertschätzung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG gegenüber der Spar- und Darlehnskasse Aegidienberg eG kann die Wahl des Ortes für die nächste Regionalversammlung Siebengebirge und Bad Honnef gesehen werden. Diese Informationsveranstaltung für die Mitglieder aus dem Vertriebsgebiet Siebengebirge und Bad Honnef findet am 23. November 2017 im Forum in Windhagen statt.

Aber die Fusionswelle geht weiter und so sind die Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG und die Kölner Bank eG in Fusionsgespräche eingetreten. Beide Institute sind in etwa gleich groß, haben ein vergleichbares Filialnetz und ähneln sich in der Struktur. Die Volksbank wird das übernehmende Institut sein. Die Beschlüsse zu dieser Fusion werden in den Vertreterversammlungen in Köln am 29. bzw. in Bonn am 30. Mai 2017 erfolgen.


 „Die Beschlüsse zwischen Bonn und Köln haben keinen Einfluss auf die gefassten Beschlüsse mit der Spar- und Darlehnskasse Aegidienberg eG.“, erklärt Vorstandssprecher Witt.

Vorstandssprecher Heinz-Peter Witt bei seinem Bericht über das Geschäftsjahr 2016 (Fotografie: Frank Homann)

Zahlen & Fakten:

Das betreute Kundenvolumen stieg auf 237 Millionen Euro, nachdem es in 2015 bei 227 Millionen Euro lag.

Unter dem Strich stieg die Bilanzsumme um 9,1 Prozent auf 83 Millionen Euro.

Das Kundenkreditvolumen in der eigenen Bilanz sank um ca. 6 Millionen Euro. Die Ursache dafür lag in der Rückführung vieler kurzfristigen Finanzierungen, die für den Wohnungsbau genutzt wurden. Diese kurzfristigen Finanzierungen wurden durch langfristige Finanzierungen bei den Hypotheken-Bankpartner ersetzt. Hier gab es einen Zuwachs von fast 7 Mio. Euro. Diese Veränderung führte mit dazu, dass das Zinsergebnis stark einbrach.

Eine starke Veränderung war bei den Positionen Forderungen an Kreditinstitute bzw. Wertpapiere zu verzeichnen. So erhöhten sich die Forderungen an Kreditinstitute von 11,3 auf 42 Millionen Euro, bei einem gleichzeitigen Abbau des Wertpapierbestandes von 20,9 auf 1,6 Millionen Euro.

Die deutliche Steigerung des Kundenanlagevolumens lag fast ausschließlich im Bereich der Sichteinlagen. Insgesamt betreute die Spadaka ein Kundenanlagenvolumen von über 105 Millionen Euro; gegenüber 2015 stieg diese Summe um rund 8 Millionen Euro oder 8,5 Prozent.

Das Provisionsergebnis aus dem Vorjahr konnte nicht erreicht werden; es liegt jedoch immer noch 100 Prozent über dem Schnitt anderer Genossenschaftsbanken.

Ebenso sank der Zinsüberschuss von 2,54 auf 1,735 Millionen Euro. Das ist ein Rückgang von über 30 Prozent.
Auch darin bestätigt sich, dass die Entscheidung aus dem letzten Jahr, mit der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG zu fusionieren, richtig war.

Aber wie konnte dann fast der gleiche Jahresüberschuss wie 2015 erzielt werden?
Das lag daran, dass – entgegen der Annahmen im letzten Jahr - deutlich mehr Kursgewinne aus Wertpapiertransaktionen erzieht werden konnten. Dies spiegelte sich mit 559.000 Euro in der Position “Nettoertrag aus Finanzgeschäften“ wieder.
Weiterhin brachte die Neubewertung der Beteiligungen einen außerordentlichen Ertrag in Höhe von 271.000 Euro ein.

So konnte ein Jahresüberschuss (Gewinn nach Steuern) von 322.000 Euro erwirtschaftet werden. Dieser wurde weitgehend zur Stärkung der Rücklagen und damit des Eigenkapitals verwendet.


Aber auch die Eigentümer der Spar- und Darlehnskasse Aegidienberg partizipierten am guten Erfolg der Genossenschaftsbank. Die Mitglieder erhielten eine Dividende von 6 Prozent plus 2 Prozent Bonus.

Danksagung:

Vorstandssprecher Witt dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ein besonders schweres Jahr 2016 zu bewältigen hatten. „Wir durften mit eine hochmotivierten Team arbeiten, dass in den Zeiten, in denen es drauf ankam, so wichtige Entscheidungen wie die Fusion, nicht nur mit getragen sondern aktiv unterstützt hat.“, so Witt.

Sein Dank galt auch dem Aufsichtsrat, der mit seinem aktiven Handeln am Erfolg der Spadaka mit gearbeitet hat und auch den Weitblick hatte, die Weichen hinsichtlich Fusion neu zu stellen. Nur so war es möglich, frühzeitig und aktiv in die Fusionsgespräche mit der Volksbank Bonn einzutreten.


Über die Jahre hatte die Aegidienberger Bank eine hohe Kontinuität im Aufsichtsrat. So ist Herr Klaus Linnig seit 11 Jahren im Aufsichtsrat; Herr Frank Grabow seit fast 16 Jahren; Herr Uwe Buttgereit seit fast 24 Jahren und Herr Bernd Haasler seit rund 29 Jahren.

Den Mitgliedern wünschte Vorstandssprecher Witt zum Schluss,  dass sie sich in dem neuen Haus „Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG“ wiederfinden und sich genauso wohl fühlen, wie bisher bei ihrer Spadaka. „Ich bin sicher, unsere Mitarbeiter und die Kollegen der Volksbank werden Sie aktiv dabei unterstützen, dass Sie auch in Zukunft gerne Ihre Bankgeschäfte in Aegidienberg abwickeln.“, so Witt.

Personalien:

Wahlen zum Aufsichtsrat

Aus dem 4-köpfigen Aufsichtsrat endete für Herrn Uwe Buttgereit die Amtszeit. Er trat zur Wiederwahl an und wurde von der Generalversammlung einstimmig im Amt bestätigt.

Ehrungen anlässlich langjähriger Mitgliedschaft

Dass die Bank schon immer ein verlässlicher Partner war, zeigte sich auch bei der Ehrung der Jubilare.


Erwin Hugo Batz, Paul Karl Willi Fries, Hermann Müller und Franz Wilhelm Piel wurden für fünfzigjährige Mitgliedschaft geehrt.

Für vierzigjährige Mitgliedschaft wurden Renate Bürk, Johann Erich Geuer, Matthias Martin Hemmersbach, Werner Leven und Klaus Detlef Rickert ausgezeichnet.

Ehrungen anlässlich 40- und 50jähriger Mitgliedschaft (Fotografie: Frank Homann)

Fotografie: Frank Homann