Mitglieder der Spar- und Darlehnskasse Aegidienberg beschließen Fusion mit Volksbank Bonn Rhein-Sieg

Vorstandssprecher Heinz-Peter Witt bei seinem Bericht über das Geschäftsjahr 2015 (Fotografie: Frank Homann)

Mit deutlicher Mehrheit von 91,66 % der gültig abgegebenen Stimmen sprachen sich die Mitglieder der Spar- und Darlehnskasse Aegidienberg auf der diesjährigen Generalversammlung für den Zusammenschluss mit der Volksbank Bonn Rhein-Sieg aus. Die Fusion soll auf Basis des Jahresabschlusses zum 31.12.2016 erfolgen.

Eindrucksvoll, aber auch sichtlich berührt schilderte der seit 39 Jahren in der Aegidienberger Bank tätige  Heinz-Peter Witt die Gründe für den Zusammenschluss der beiden Genossenschaftsbanken. „Kleine Kreditinstitute werden  aufgrund des Niedrigzinsumfeldes und immer umfangreicherer Regulierungsvorschriften in Zukunft nicht mehr existenzfähig sein“.
Sein Argument, bereits heute aus einer Position der Stärke heraus selbstbestimmt zu handeln, überzeugte die große Mehrheit der anwesenden Mitglieder. „Aus dieser Stärke heraus haben wir – Vorstand und Aufsichtsrat - in den Fusionsverhandlungen ein sehr gutes Ergebnis für die Bank, alle Mitarbeiter und die Region Aegidienberg erzielt, durch das – Ihre ganz persönliche Bankverbindung – erhalten bleibt“, so Witt in seinen Erläuterungen für die Gründe der Fusionsverhandlungen. „Der Bankplatz Aegidienberg ist für mindestens zehn Jahre garantiert. Alle Mitarbeiter haben fünf Jahre lang Kündigungsschutz und die vertrauten Mitarbeiter im Kundenkontakt bleiben in Aegidienberg, so dass Sie Ihre Ansprechpartner behalten. Pro Jahr fließen mindestens 16.000 Euro Spenden an Aegidienberger Institutionen wie Schule, Kindergärten und Vereine.“
Zusätzlich erhalten zwei Aufsichtsratsmitglieder je einen Sitz im Aufsichtsrat und im Regionalbeirat Siebengebirge bei Volksbank Bonn Rhein-Sieg.

Die anwesenden Mitglieder ließen sich durch die Fusionsgegner nicht beirren und vertrauten Vorstandssprecher Heinz-Peter Witt.
Dieser ging souverän auf die Fragen und Einwände aus der Versammlung heraus ein. Einige positive Stimmen u.a. vom Repräsentanten der Westdeutschen Genossenschafts Zentralbank Dirk Laufer und Mitgliedern wie Walter Auel, Ralf Dörrie, Wally Feiden, Claudia Kreuder und Maria Zimmermann, aber auch den beiden Mitarbeitern Doris Arndt und Jochen Zien überzeugten einen großen Teil der letzten Zweifler.

Jürgen Pütz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Bonn Rhein-Sieg, stellte sich und sein Haus kurz vor, und zeigte sich nach der Abstimmung sehr beeindruckt von der Weitsicht der Aegidienberger Genossen.

Er sichert den Eigentümern der Spar- und Darlehnskasse Aegidienberg nochmals zu, dass die Filiale am Aegidiusplatz auf Dauer, mindestens aber zehn Jahre lang, bestehen bleibt. Alle Mitarbeiter erhalten einen Kündigungsschutz von fünf Jahren und die Vereine sowie Institutionen im Geschäftsgebiet der Spar- und Darlehnskasse Aegidienberg werden weiterhin Spenden in Höhe von mindestens 16.000 Euro pro Jahr erhalten.
Ehe die Fusion wirksam wird, muss noch die Vertreterversammlung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg im Juni ihre Zustimmung zur Verschmelzung geben.

Vorstandsvorsitzender der Volksbank Bonn Rhein-Sieg Jürgen Pütz (Fotografie: Frank Homann)

Zahlen & Fakten:

In seinem Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtete Vorstandssprecher Witt wieder einmal über ein gutes Geschäftsergebnis.

Das ausgewiesene Ergebnis beträgt 358.000 Euro, was für die Mitglieder eine Dividendenausschüttung von 6% plus 2% Bonus bedeutete.  

Das betreute Kundenvolumen erhöhte sich von 220,6 Mio. Euro auf 227,5 Mio. Euro und ist in erster Linie durch die Steigerungen im Kreditgeschäft initiiert worden.
Das betreute Kundenkreditvolumen erhöhte sich von 125,4 Mio. Euro auf 130,3 Mio. Euro. Davon sind 40 Mio. Euro in der Bilanz der Aegidienberger Bank zu finden. Die Differenz wurde an die Verbundpartner weitervermittelt.

Das betreute Kundenanlagevolumen konnte von 95,2 Mio. Euro auf 97,2 Mio. Euro gesteigert werden und wurde in erster Linie im Bereich der Wertpapier- und Fondsanlagen erzielt.

Das Eigenkapital entwickelt sich weiter nach oben auf 7,1 Mio. Euro.

Die wichtigste Position der Gewinn- und Verlustrechnung, der Zinsüberschuss, stieg auf 2,54 Mio. Euro.

Beim Provisionsüberschuss wurde abermals ein neues Rekordniveau mit 1,4 Mio. Euro erreicht. „Aber auch dieses gute Provisionsergebnis kann in Zukunft die Ausfälle aus dem Zinsergebnis nicht ausgleichen“, so Vorstandssprecher Witt.

Beim Nettoertrag aus Finanzgeschäften konnte eine Steigerung von 174.000 Euro auf 310.000 Euro erzielt werden.

Personalien:

Die Generalversammlung bestätigte das turnusmäßig ausscheidende Aufsichtsratsmitglieder Frank Grabow wieder im Amt und entlastete Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig.

Nominierungen in den Gremien der Volksbank Bonn Rhein-Sieg

Das Aufsichtsratsmitglieder Frank Grabow wurde für den Aufsichtsrat und das Aufsichtsratsmitglieder Klaus Linnig für den Regionalbeirat Siebengebirge bei der Volksbank Bonn Rhein-Sieg jeweils einstimmig nominiert.

Ehrungen anlässlich langjähriger Mitgliedschaft

Dass die Bank ein verlässlicher Partner ist, zeigte sich auch bei der Ehrung der Jubilare. Jakob Hoß, Paul Leven, Horst Lorenz, Hans Dieter Schulte und Josef Witt wurden für fünfzigjährige Mitgliedschaft, für vierzigjährige Mitgliedschaft wurden Jürgen Brabender, Mechthilde Enne, Josef Flegel, Beate Hoffmann, Hans Joachim Jühlen, Ernst Manfred Knust, Magdalena Koll, Ingrid Minnameyer-Hebell, Franz-Josef Salz, Johann Schmid und Gerhard Scholz geehrt.

Ehrungen anlässlich 50- und 40jähriger Mitgliedschaft (Fotografie: Frank Homann)

Fotografie: Frank Homann