Volksbank unterstützt mobilen Glockenstuhl des Schiffer-Vereins Beuel

16.08.2017: Bonn-Beuel. „Zu den Aufgaben des Schiffer-Verein Beuel zählt nach § 2 der Vereinssatzung insbesondere die Pflege der Traditionen und des Brauchtums der Vorfahren.
Daher hat  der Vorstand in diesem Jahr – zum 155jährigen Jubiläum – beschlossen, sich nicht selbst zu feiern sondern der Bevölkerung des Stadtbezirks Beuel ein besonderes Geschenk in der Form eines mobilen Glockenstuhls zu machen, um so vor Ort die Tradition des „Beiern“  demonstrieren zu können. „So kann jedermann diese Form des Glockenspiels  erleben, ohne über steile Treppen und Leitern in den Glockenstuhl eines Kirchturms steigen zu müssen“
, erklärt Käpt’n Reiner Burgunder.

„Technisch bedeutet “Beiern“ das rhythmische Spielen von Glocken, indem diese manuell mit Klöppeln angeschlagen werden. Die Klöppel werden dazu bis kurz vor den Glockenrand gezogen und an einer festgelegten Stelle mit einem Draht- oder Seilzug fixiert. Dann werden sie vom „Beiermann“, der mit seinen Händen oder auch Füssen mit den Klöppeln verbunden ist, über diese Züge gegen den Schlagring der Glocke, gezogen. Jetzt bedarf es nur noch eines kleinen Rucks, und schon erklingt die Glocke“, weiß Winfried Clarenbach (im Bild mit Hammer) von den Glockenfreunden Königswinter zu berichten.
Die vier Bronzeglocken, die am 30. Juni 2017 in der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck gegossen wurden, sind am 07. August 2017 in Bonn angekommen. Sie wiegen insgesamt rund 200 Kilo und werden später in einem Glockenstuhl aus altem Eichenholz hängen, der von Wolfgang Schäfer, Inhaber von SD-Schäfer-Design in Niederholtorf gebaut und auf einer Lafette montiert wird, damit die Mobilität des Glockenstuhls gewährleistet ist.

Der mobile Glockenstuhl wird nach dem 01. Oktober 2017, ein Tag nach dem ökumenischen Gemeindefestes aus Anlass 500 Jahre Reformation, zu dem der Glockenstuhl erstmalig der Bevölkerung präsentiert wird, Institutionen, Schulen, Kindergärten und Vereinen, die einen besonderen Anlass haben, zur Verfügung gestellt.

„All das wäre nicht möglich gewesen, wenn es nicht zahlreiche Förderer gegeben hätte, die mitgeholfen haben, den fünfstelligen Betrag zu finanzieren. Stellvertretend seien hier die beiden in Beuel ansässigen Geldinstitute Sparkasse KölnBonn und die Volksbank Bonn Rhein-Sieg e.G. sowie der Unternehmer Helmut Kessler“, merkt Käp’n Reiner Burgunder dankend an.