Vertreterversammlung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg stimmt der Fusion mit der SpaDaKa Aegidienberg zu

Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz: 2015 war wieder ein herausragendes Jahr mit überdurchschnittlichem Kreditwachstum


07.06.2016: Bonn/Rhein-Sieg: Mit großer Mehrheit (99 %) stimmte die Vertreterversammlung, die am 07.06.2016 im Forum des Bonner Volksbank-Hauses tagte, für eine Fusion mit der Spar-und Darlehnskasse Aegidenberg (SpaDaKa).


Nachdem die Mitglieder der SpaDaKa Aegidienberg bereits auf der Generalversammlung Ende Mai dem Zusammenschluss ihre Zustimmung gegeben hatten, kann die Fusion nunmehr auf der Basis der Jahresabschlüsse zum 31.12.2016 vollzogen werden. Jürgen Pütz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank, begründete die Verschmelzung: „Beide Häuser sind in ihren jeweiligen Geschäftsgebieten tief verwurzelt. Diese regionale Verbundenheit ist unsere gemeinsame Stärke.“

In seiner Rede nannte Pütz weitere Gründe für ein Zusammengehen. Die Geschäftsgebiete der beiden Häuser grenzten unmittelbar aneinander und ergänzten sich optimal.  Ein Zusammenschluss sei auch betriebswirtschaftlich sinnvoll, da beide Banken wirtschaftlich gesund und für ihre Ertrags- und Vertriebsstärke bekannt seien. Ferner sei eine Fusion die konsequente Fortsetzung einer schon seit Jahren bestehenden Kooperation im Bereich der Innenrevision. Darüber hinaus habe es gemeinsame Aktivitäten im Kreditgeschäft und projektbezogen im IT-Sektor gegeben.

Aus Sicht der Volksbank Bonn Rhein-Sieg ist die wirtschaftliche Betrachtung des Jahres 2015 geprägt von kräftigen Zuwächsen. Der Vorstand präsentierte auf allen Geschäftsfeldern sehr erfreuliche Wachstumszahlen.

Das bilanzielle Kreditgeschäft der Bank ist um 9,4 Prozent auf 1.356 Milliarden Euro gewachsen. Den größten Anteil am Boom der Kreditseite haben die Wohnbaudarlehen. Häuslebauer nahmen 2015 neue Darlehen in Höhe von 224 (Vorjahr 203,6) Millionen Euro auf.

Auch auf der Einlagenseite ging es bei der Volksbank stetig aufwärts. 113 Millionen Euro vertrauten die Kunden der Volksbank mehr an als in 2014, weshalb das Einlagen-Volumen um satte 6,6 Prozent auf 1.828 Milliarden Euro stieg. Dank der überdurchschnittlichen Zuwächse im bilanziellen Einlagengeschäft und ungebrochen hohen Absatzes im Fondsgeschäft gelang es der Volksbank Bonn Rhein-Sieg beim gesamten Kundenanlage-Volumen mit 3,076 Milliarden erstmals die Drei-Milliarden Euro Grenze zu überspringen. Der Vergleichswert lag 2014 bei 2,91 Milliarden Euro. Die Steigerung beträgt 165 Millionen Euro oder 5,7 Prozent.

Unter dem Strich expandierte die Bilanzsumme um 5,6 Prozent auf 2,35 Milliarden Euro. Das Gesamt-Kundenvolumen (Summe aus betreutem Anlage- und Kreditvo-lumen) stieg in 2015 auf 4,74 Milliarden Euro, nachdem es in 2014 bei 4,51 Milliar-den Euro gelegen hatte.

„Wir hatten erneut ein hervorragendes Jahr mit überdurchschnittlichen Zuwächsen. Unsere Erwartungen in Bezug auf das Kredit- und Einlagen-Wachstum wurden deutlich übertroffen. Wir danken allen Mitgliedern und Kunden für das große Vertrauen!“ sagte Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz.

Der Jahresüberschuss (Gewinn nach Steuern) der Bank beträgt 5 Millionen Euro. Er wird weitgehend zur Stärkung der Rücklagen verwendet. Aber auch die Eigentümer der Volksbank partizipieren am guten Erfolg der Genossenschaftsbank. Von dem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Ausschüttungsvolumen in Höhe von 5 Prozent erhalten die Mitglieder eine Dividende von 4,9 Prozent (entspricht 2,73 Millionen Euro). 0,1 Prozent (oder 55.616,39 Euro) fließen als Spende in die Stiftung „Solidaritätsfonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG“.

Die Mittel des Fonds werden zur Unterstützung von gemeinnützigen, sozialen und kulturellen Initiativen und insbesondere für unverschuldet in Not geratene Mitglieder der Genossenschaft verwendet. Im Jahr 2015 schüttete der in der Rechtsform einer Stiftung geführte Solidaritätsfonds Unterstützungsleistungen in Höhe von 74.267 Euro aus. In 2016 belaufen sich bereits gezahlte oder fest zugesagte Beträge auf 25.000 Euro.

Das genossenschaftliche Geschäftsmodell sei weiterhin sehr attraktiv, was Pütz an der Mitgliederentwicklung seines Hauses festmachte. In 2015 seien 1.687 Kunden der Genossenschaft als Mitglied beigetreten. Die Zahl der Mitglieder ist damit auf 60.595 gestiegen. Das ist auch der Grund dafür, dass bei der im Herbst 2015 turnusmäßig durchgeführten Vertreterwahl die Zahl der zu wählenden Vertreter um 31 Sitze auf 606 Sitze angestiegen sei. Weil zahlreiche ältere Vertreter auf eine erneute Kandidatur verzichteten, konnte eine Verjüngung in der Vertreterversammlung erreicht werden. Bankdirektor Pütz berichtete weiter, dass „der Trend für das Jahr 2016 positiv“ sei. Die Geschäftsleitung erwarte für 2016 einen Jahresüberschuss in etwa auf Vorjahresniveau.