Volksbank Bonn Rhein-Sieg präsentiert gute Zahlen

Anlagen der Kunden steigen erstmals über 3 Milliarden Euro, Vorstand Volker Klein kritisiert überzogene Regulatorik

13.09.2016: Eitorf: Sascha Grendel, Regionaldirektor der Volksbank Bonn Rhein-Sieg und verantwortlich für das Vertriebsgebiet Eitorf, konnte der Regionalversammlung, die im Saal des Hotels Schützenhof (Alzenbach)  zusammen getreten war, für das laufende Jahr 2016 gute Zahlen präsentieren. „Wir gewinnen neue Kunden, die Zahl der Mitglieder steigt und wir vergeben mehr Kredite als im Vorjahr!“ resümierte Grendel vor rund 250 Mitgliedern und Gästen.

Der Eitorfer Bürgermeister Storch und sein Windecker Amtskollege Hans-Christian Lehmann dankten der Volksbank und den in an der oberen Sieg tätigen Mitarbeitern in ihren Grußworten. „Sie machen eine tollen Job!“ so die Bürgermeister unisono.

Grendel berichtete, dass in 2015 die gesamten Kundenanlagen um 8,1 Prozent gestiegen seien und damit erstmals in der Geschichte der Bank die 3-Milliarden-Grenze übersprungen haben. Auch im laufenden Jahr zeige der Trend nach oben. 35 Millionen Euro mehr als im Vorjahr liegen auf den Konten und in den Depots der Eitorfer Volksbank-Kunden.

Das Kreditvolumen stieg in 2015 sogar mit einem Plus von 9,4 Prozent an.  Diese positive Entwicklung setzt sich in diesem Jahr mit einer Steigerung um 4,5 Prozent per 30.06. fort Der Kreditbestand in den Büchern der Volksbank und bei den Verbundpartnern belaufe sich aktuell auf 1,69 Mrd. Euro.

Volker Klein, stellv. Vorstandsvorsitzender der Volksbank, beschrieb das wirtschaftliche Umfeld der Bank. Er machte deutlich, dass sich das Bankgeschäft in gravierend verändert habe und in Zukunft noch weiter wandeln werde. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche mache auch vor den Kreditinstituten und deren Filialen nicht halt. Die anhaltende Niedrigzinsphase lasse die Gewinne schrumpfen. Der Kostendruck steige, worauf die Volksbank bereits mit Filialzusammenlegungen reagiert habe. Deutliche Kritik übte Klein an der überzogenen Regulatorik seitens der Aufsichtsbehörden. Nach der neuen Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie erhalten Häuslebauer neben den Kreditverträgen bis zu 92 Seiten Merkblätter, Beratungsprotokolle und Erläuterungstexte. Ein Moloch, der die Verbraucher mehr verunsichere als schütze, so der Volksbank-Vorstand.

Auch im Teilmarkt Eitorf verzeichnet die Bank ein erfreuliches Wachstum. Hier betreut die Volksbank rund 8.400 Kunden, die knapp 7.000 Girokonten führen. Insgesamt sind von diesen Kunden zugleich rund 4.000 auch Mitglied, damit ist fast jeder zweite Kunde zugleich auch Miteigentümer der Genossenschaftsbank.

Der Vorsitzende des Regionalbeirats Peter Georg Müller lobte das regionale Engagement der Bank. Die Volksbank habe in Eitorf und im Windecker Ländchen erneut zahlreiche Vereine und Initiativen unterstützt. Besonders hob er das Engagement der Stiftung „Solidari-tätsfonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg“ hervor, der in 2015 und 2016 insgesamt rund 98.000 Euro an unverschuldet in Not geratene Mitglieder des Bank ausgeschüttet habe, darunter seien auch Zuwendungen an Menschen aus der Region Eitorf geflossen.

Den kabarettistisch-temperamentvollen Kontrapunkt zu den eher zahlenlastigen Bankthemen setzte Margie Kinsky. Ihre Geschichten aus dem Leben, die Einblicke in den Alltag der Großfamilie Mockridge-Kinsky kamen an: das Publikum war begeistert.