Volksbank Bonn Rhein-Sieg präsentiert gute Zahlen

Anlagen der Kunden steigen erstmals über 3 Milliarden Euro Vorstand Volker Klein kritisiert überzogene Regulatorik

03.11.2016: Königswinter-Oberpleis. Guido Landsberg, Regionaldirektor der Volksbank Bonn Rhein-Sieg und verantwortlich für das Vertriebsgebiet Oberpleis, konnte der Regionalversammlung, die in der Aula des Schulzentrums Oberpleis zusammen getreten war, für das laufende Jahr 2016 gute Zahlen präsentieren. „Wir gewinnen neue Kunden, die Zahl der Mitglieder steigt und wir vergeben mehr Kredite als im Vorjahr!“ resümierte Landsberg vor über 500 Mitgliedern und Gästen.

Landrat Sebastian Schuster und Vize-Bürgermeister Sokratis Theodoridis dankten der Volksbank in ihren Grußworten. „Sie finden Widerhall!“ lobte Theodoridis angesichts der vollbesetzten Aula und Landrat Schuster rief die regionalen Kreditinstitute zu gemeinsamen Anstrengungen auf, eine gute Bank-Infrastruktur in der Fläche sicherzustellen.

Landsberg berichtete, dass in 2015 die gesamten Kundenanlagen um 8,1 Prozent gestiegen seien und damit erstmals in der Geschichte der Bank die 3-Milliarden-Grenze übersprungen haben. Auch im laufenden Jahr zeige der Trend nach oben. 35 Millionen Euro mehr als im Vorjahr liegen auf den Konten und in den Depots der Volksbank-Kunden.

Das Kreditvolumen stieg in 2015 sogar mit einem Plus von 9,4 Prozent an.  Diese positive Entwicklung setzt sich in diesem Jahr mit einer Steigerung um 8 Prozent per 30.10. fort Der Kreditbestand in den Büchern der Volksbank und bei den Verbundpartnern belaufe sich ak-tuell auf 1,73 Mrd. Euro.

Volker Klein, stellv. Vorstandsvorsitzender der Volksbank, beschrieb das wirtschaftliche Umfeld der Bank. Er machte deutlich, dass sich das Bankgeschäft in gravierend verändert habe und in Zukunft noch weiter wandeln werde. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche mache auch vor den Kreditinstituten und deren Filialen nicht Halt. Die anhaltende Niedrigzinsphase lasse die Gewinne schrumpfen. Der Kostendruck steige, worauf die Volksbank bereits mit Anpassungen im Filialbetrieb reagiert habe. Deutliche Kritik übte Klein an der überzogenen Regulatorik seitens der Aufsichtsbehörden. Nach der neuen Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie erhalten Häuslebauer neben den Kreditverträgen bis zu 92 Seiten Merkblät-ter, Beratungsprotokolle und Erläuterungstexte. Ein Moloch, der die Verbraucher mehr verunsichere als schütze, so der Volksbank-Vorstand.

Auch im Teilmarkt Oberpleis verzeichnet die Bank ein erfreuliches Wachstum. Hier betreut die Volksbank rund 15.000 Kunden, die knapp 14.600 Girokonten führen. Insgesamt sind von diesen Kunden zugleich rund 8.000 auch Mitglied, damit ist jeder zweite Kunde zugleich auch Mit-Eigentümer der Genossenschaftsbank. Im Jahr 2016 sind 121 neue Mitglieder hinzugekommen. Auch in Oberpleis und Umgebung boomt das Baufinanzierungsgeschäft, was sich in einem Zuwachs von 6 Prozent auf 120 Millionen Euro ausdrückt.

Der Vorsitzende des Regionalbeirats Martin Losem lobte das regionale Engagement der Bank. Die Volksbank habe im Oberpleiser Raum erneut zahlreiche Vereine und Initiativen unterstützt. Besonders hob er das Engagement der Stiftung „Solidaritätsfonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg“ hervor, der in 2015 und 2016 insgesamt rund 100.000 Euro an unver-schuldet in Not geratene Mitglieder des Bank ausgeschüttet habe, darunter seien auch  Zuwendungen an Menschen aus der Region Königswinter geflossen.

Den kabarettistisch-temperamentvollen Kontrapunkt zu den eher zahlenlastigen Bankthemen setzte Margie Kinsky. Ihre Geschichten aus dem Leben, die Einblicke in den Alltag der Großfamilie Mockridge-Kinsky kamen an: das Publikum war begeistert.