Spende des Solidaritätsfonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg für Flüchtlingsarbeit

DRK Bonn erhält 5.000 Euro-Spende

16.02.2016: Bonn. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) betreut seit Monaten im Auftrag des Landes NRW und der Stadt Bonn rund 1.300 Flüchtlinge in verschiedenen Unterkünften im Großraum Bonn. Obwohl die dafür anfallenden Kosten weitestgehend vom Bund, dem Land NRW und der Stadt getragen werden, verbleiben beim DRK in Bonn auch Ausgaben, die nicht erstattet werden. Damit die dem DRK zugeflossenen Spenden-Mittel für die Ausstattung der Helfer und deren Ausbildung nicht aufgezehrt werden, leistet die Stiftung „Solidaritätsfonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg“ eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 5.000 Euro.

Jetzt besuchten der Vorsitzende des Stiftungsrates Jürgen Pütz und Volksbank-Regionaldirektor Frank Schmantek die Notaufnahme der Stadt Bonn in der Ermekeilstraße, die vom DRK Bonn betreut wird, um die Spende zu überbringen.
Der Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Georg Fenninger zeigte sich hoch er-freut: „Wir finden die Hilfe großartig. Mit der Spende werden uns einige Lasten von der Schulter genommen, und wir können positiv in die Zukunft blicken!“

Jürgen Pütz lobte den ehrenamtlichen Einsatz der Helferinnen und Helfer des DRK: „Sie leisten eine hervorragende Arbeit! Mit unserer finanziellen Unterstützung wollen wir dazu beitragen, dass die DRK-Mitarbeiter weiterhin so motiviert und engagiert für die Hilfsbedürftigen sorgen können.“

Jürgen Pütz weiter zu den Beweggründen für die Einrichtung des Sonderfonds: „Eine große Zahl an Flüchtlingen, die in der Region Bonn Rhein-Sieg vermehrt Schutz sucht, trifft vielerorts auf eine außergewöhnliche Welle an Hilfsbereitschaft. Viele Menschen melden sich, um sich ehrenamtlich und freiwillig für Flüchtlinge und ihre Familien zu engagieren. Nachbarschaften werden aktiv, Vereine suchen den Kontakt, Einzelpersonen springen über ihren Schatten, oftmals vor dem Hintergrund eigener familiärer Fluchterfahrungen oder dem Wunsch nach praktisch gelebter gesellschaftlicher Solidarität.
Um Unterstützung, Wertschätzung und praktische Ermutigung für dieses beeindruckende und wichtige bürgerschaftliche Engagement zu dokumentieren, hat die Stiftung „Solidaritätsfonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg“ eigens Finanzmittel zur Flankierung dieses Engagements bereitgestellt.“

 
Ziel des Projekts „Flüchtlinge & Ehrenamt“ ist es, in einem unbürokratischen und zügigen Verfahren Menschen aus der Region, die sich für diese Ziele ehrenamtlich engagieren, Zugang zu flexiblen und behördenunabhängigen Ressourcen zu bieten.
Ansprechpartner ist der Stiftungsvorstand Wilhelm Wester (E-Mail: wilhelm.wester @vobaworld.de)


Der Solidaritätsfonds:

Die Vertreterversammlung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg hatte im Juni 2012 beschlossen, erstmalig in der über 110jährigen Geschichte der Volksbank, einen eigenen Solidaritätsfonds einzurichten. Die Mittel des Fonds sollen zur Unterstützung von gemeinnützigen sozialen und kulturellen Initiativen und insbesondere für unverschuldet in Not geratene Mitglieder der Genossenschaft verwendet werden.

Damals erklärte Volksbank-Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz: „Der neue Fonds ist eine zutiefst genossenschaftliche Einrichtung. Unsere Gründer Hermann Schultze Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen haben uns die genossenschaftlichen Grundsätze der Solidarität, der Selbsthilfe und Selbstverantwortung ins Stammbuch geschrieben. Wenn jetzt unsere Mitglieder auf einen kleinen Teil ihrer Dividende verzichten, um einen Hilfsfonds zu finanzieren, dann tun sie genau das, was Genossenschaft ausmacht, nämlich nachhaltig solidarisch denken und handeln.“

Durch den Verzicht der Mitglieder auf einen kleinen Teil ihrer Dividende werden dem  Fonds jährlich Mittel von rund 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus fließen der Stiftung aus Spenden der Volksbank und von Dritter Seite weitere Mittel zu, die zeitnah dem Stiftungszweck entsprechend ausgeschüttet werden.