Volksbanken und Raiffeisenbanken bleiben solide Partner in der Region

Gesamt-Kundenvolumen um 7,5 Prozent gestiegen – Ertragslage stabil

25.02.2016: Bonn. Auch wenn die lockere Geldpolitik der EZB die Märkte in Unruhe versetzt, in der genossenschaftlichen Bankengruppe der Region herrscht Zufriedenheit beim Blick auf die gemeinsame Jahresbilanz des abgelaufenen Jahres:
Die vier Raiffeisenbanken (Much-Ruppichteroth, Rheinbach-Voreifel, Rosbach und Sankt Augustin), die vier Volksbanken bzw. VR-Banken (Bonn, Bonn Rhein-Sieg, Rhein-Sieg und Wachtberg) und die Spar- und Darlehnskasse Aegidienberg konnten zum Jahresende 2015 das Kreditvolumen um 6,76 Prozent auf 4,05 Milliarden Euro erhöhen (2014: 3,83 Mrd. Euro). Bei den Kundeneinlagen zeigt sich trotz anhaltender Niedrigzinsphase mit einer Steigerung von 8,18 Prozent ein noch kräftigeres Wachstum. Die Kunden unterhalten auf ihren Konten,  die sie bei den neun Genossenschaftsbanken führen, insgesamt 4,92 Milliarden Euro in Form von Sicht-, Termin- oder Spareinlagen (2014: 4,5 Mrd. Euro).

Das Gesamtkundenvolumen (Summe aus Aktiva und Passiva) beläuft sich per Jahresultimo 2015 auf 8,9 Milliarden Euro gegenüber 8,3 Milliarden Euro vor einem Jahr (+ 7,5 %).

Die Ertragslage in den Instituten ist stabil, wozu auch die entspannte Risikosituation im Kunden-Kreditgeschäft beiträgt.

Die in der Rechtsform der „eingetragenen Genossenschaft“ (eG) agierenden Häuser gehören ihren Mitgliedern. Im Jahr 2015 gelang es den regionalen Banken, weitere 6.467 Kunden von den Vorteilen einer Mitgliedschaft bei ihrer Bank zu überzeugen. Insgesamt sind 155.214 Kunden zugleich auch Mitglied eines der genossenschaftlichen Kreditinstitute.

Im vergangenen Jahr haben mehrere Genossenschaftsbanken aus der Region angekündigt, Fusionen vorzubereiten:

Die VR-Bank Rhein-Sieg mit Sitz in Siegburg (Bilanzsumme: 1.922 Mio. Euro)  hat Gespräche mit der Raiffeisenbank Much-Ruppichteroth (Bilanzsumme 236 Mio. Euro) aufgenommen ebenso wie die Volksbank Bonn Rhein-Sieg (Bilanzsumme: 2,350 Mio. Euro) mit Sitz in Bonn, die mit der Spar- und Darlehnskasse Aegidienberg (Bilanzsumme 75 Mio. Euro) zusammengehen möchte. Außerdem bereitet die Raiffeisenbank Rheinbach-Voreifel (Bilanzsumme: 809 Mio. Euro) einen Zusammenschluss mit der in der Rheinland-Pfälzischen Gemeinde Grafschaft ansässigen  Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg (Bilanzsumme: 213 Mio. Euro) vor. Die Verschmelzungen sollen im Laufe des Jahres 2016 bzw. zum 1.1.2017 wirksam werden. Voraussetzung ist, dass die jeweiligen General- bzw. Vertreterversammlungen ihre Zustimmung geben.
 
Bankensprecher Karl-Josef Schmitz (Raiffeisenbank St. Augustin) erklärt, dass der zunehmende Druck durch die Regulierungsmaßnahmen der Finanzmarkt-Aufsicht für kleinere Banken zu unverhältnismäßig hoher Belastung führe. Das sei der Grund, weshalb sich die wirtschaftlich gesunden Volks- und Raiffeisenbanken der Region gezwungen sähen, über Kooperationsmodelle und Fusionen nach zu denken.

Der Bonner Volksbank-Chef Jürgen Pütz ergänzt: „Auch nach den derzeit geplanten Fusionen bleiben die Institute weiterhin in der gesamten Fläche präsent. Die Geschäftsgebiete der Genossenschaftsbanken grenzen jeweils aneinander, so dass wir unsere Präsenz in der Region aufrecht erhalten.“