Finanzlücke gestopft!

4.000 Euro-Spende des Solidaritätsfonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg für neuen Waldkindergarten Vier Jahreszeiten in Hennef

15.12.2015: Hennef. Der große Jubel zur Neu-Eröffnung des Waldkindergartens erfuhr einen empfindlichen Dämpfer, als die verschiedenen Aufsichtsbehörden der Elterninitiative mitteilten, dass noch eine ganze Reihe von Auflagen zu erfüllen seien. So musste unter anderem ein Bauantrag für die  Bauwagen gestellt werden, hinzu kamen Kosten für einen öffentlich bestellten Vermesser, der diese auf dem Grundstück einmisst. Außerdem war es erforderlich, die Zugangstüre umzubauen und zusätzliche Hackschnitzel zu kaufen, um die Unfallgefahr im Außengelände zu mindern. Alles in Allem kam auf diese Weise eine Summe von 4.000 Euro zusammen, die im Bau-Budget nicht vorgesehen war.

Die Finanzlücke rief die Volksbank Bonn Rhein-Sieg auf den Plan. Aus dem Solidaritätsfonds der Genossenschaft konnte eine Zuwendung in Höhe des Fehlbetrages ausgeschüttet werden.

Jetzt besuchten der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums Hans-Gerd Pützstück und der Hennefer Volksbank-Regionaldirektor Thorsten Peters die Kita, die in der Nähe der Sportschule an der Sövener Straße liegt, um die Spende zu überbringen.
Die zweite Vorsitzende der Elterninitiative Mirja Flügel zeigte sich hoch erfreut: „Wir finden die spontane Hilfe großartig. Damit hatten wir so nicht gerechnet! Mit der Spende werden uns einige Lasten von der Schulter genommen, und wir können positiv ins neue Jahr blicken!“

Der Waldkindergarten versteht sich als „Kindergarten ohne Türen und Wände“, weil er  Kindern die Möglichkeit bieten will, sich in einem naturnahen, urtümlich und von den Jahreszeiten geprägten Umfeld zu bewegen. Deshalb gibt es in der Kita auch kein festes Haus. Die Kinder sind zwangsläufig täglich sieben Stunden an der frischen Luft und können sich in dem Waldgelände der Kita bewegen. Für schlechtes Wetter stehen zwei Bauwagen zur Verfügung, in die sich die U3 -Kinder und die älteren Kinder, jeweils getrennt voneinander, zurückziehen können.


Derzeit besuchen 15 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren die Einrichtung.

Thorsten Peters zeigte sich sehr angetan von dem erlebnispädagogischen Konzept: „Der Waldkindergarten bietet eine optimale Lernumgebung, um in der Natur und in der Gemeinschaft mit Gleichaltrigen aufzuwachsen.“ Und Kuratoriums-Vorsitzender Hans-Gerd Pützstück ergänzt: „Ich bin stolz, dass sich hier am Ortsrand von Geistingen in der freien Natur so ein tolles Projekt angesiedelt hat. Es ist eine Bereicherung für unsere Stadt.“


Der Solidaritätsfonds:

Die Vertreterversammlung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg hatte im Juni 2012 beschlossen, erstmalig in der über 110jährigen Geschichte der Volksbank, einen eigenen Solidaritätsfonds einzurichten. Die Mittel des Fonds sollen zur Unterstützung von gemeinnützigen sozialen und kulturellen Initiativen und insbesondere für unverschuldet in Not geratene Mitglieder der Genossenschaft verwendet werden.

Damals erklärte Volksbank-Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz: „Der neue Fonds ist eine zutiefst genossenschaftliche Einrichtung. Unsere Gründer Hermann Schultze Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen haben uns die genossenschaftlichen Grundsätze der Solidarität, der Selbsthilfe und Selbstverantwortung ins Stammbuch geschrieben. Wenn jetzt unsere Mitglieder auf einen kleinen Teil ihrer Dividende verzichten, um einen Hilfsfonds zu finanzieren, dann tun sie genau das, was Genossenschaft ausmacht, nämlich nachhaltig solidarisch denken und handeln.“

Durch den Verzicht der Mitglieder auf einen kleinen Teil ihrer Dividende werden dem  Fonds jährlich Mittel von rund 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus fließen der Stiftung aus Spenden der Volksbank und von Dritter Seite weitere Mittel zu, die zeitnah dem Stiftungszweck entsprechend ausgeschüttet werden.