Wachstumstrend setzt sich fort

Kunden-Anlagevolumen bei Volksbank Bonn Rhein-Sieg erstmals über 3 Milliarden Euro

17.08.2015

Bonn/ Rhein-Sieg-Kreis  „Wir befinden uns weiterhin auf dynamischem Wachstumskurs und freuen uns über kontinuierliche Steigerungsraten. Bei den Kunden-Anlagen haben wir erstmals die 3 Milliarden-Euro-Marke übersprungen! “, erklärt  Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz während der Pressekonferenz der Volksbank Bonn Rhein-Sieg im Bonner Volksbank-Haus.

Die niedrigen Zinsen beflügeln besonders die Immobilienfinanzierungen. 113,5 Millionen Euro Neugeschäft kann die Volksbank in diesem Sektor bilanzieren. Hinzukommen weitere 18,4 Millionen Euro aus Prolongationen von fälligen Immobilienfinanzierungen.

Die Kreditnachfrage in der Privat-Kundschaft  und der regionalen Unternehmen führt insgesamt zu einer Ausweitung des Kreditgeschäfts der Volksbank im ersten Halbjahr 2015 um 3,5 Prozent oder 42,9 Millionen Euro auf 1,265 Milliarden Euro.

Deutliche Zuwächse verzeichnet die größte Genossenschaftsbank der Region trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus auf der Einlagenseite, die um 6,2 Prozent oder 99,9 Millionen Euro auf 1,724 Milliarden Euro angestiegen ist.

Gemessen am Gesamt-Kundenvolumen (Summe aus Einlagen, Ausleihungen, Vermittlungsgeschäft und Wertpapieren) ist das Kreditinstitut weiter gewachsen. Es stieg um 3,5 Prozent auf rund 4,513 Milliarden Euro.

Die Bilanzsumme zum 30.06.2015 beläuft sich auf 2,3 Milliarden Euro gegenüber 2,228 Milliarden Euro am Jahresende 2014.

Trotz des wegen der Niedrig-Zinsphase weiterhin stark unter Druck stehenden Zinsergebnisses gelang es der Bank den Zinsüberschuss (Differenz aus Zinsertrag und Zinsaufwand) mit 45,7 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau zu halten.

Auch das Provisionsergebnis ist stabil. Es beträgt unverändert 18,6 Millionen Euro.

Unter dem Strich wird die Volksbank ausweislich der Ergebnis-Vorschaurechnung zum Jahresende 2015, ein Teil-Betriebsergebnis in Höhe von 17,4 Millionen Euro erwirtschaften, das damit in etwa auf der Höhe des Vorjahresergebnisses liegen wird.

Nach Dotierung der Reserven und unter Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses sowie des Steueraufwandes wird sich nach der Ergebnisvorschaurechnung der Jahresüberschuss voraussichtlich wieder auf  5 Millionen Euro belaufen.

 

Sonderprogramm für Sofort-Konsumkredite an Mitglieder

Die Volksbank Bonn Rhein-Sieg wird ihren Mitgliedern ab dem 17.August 2015 ein Sonderprogramm für Anschaffungsdarlehen anbieten. Für Kreditbeträge zwischen 5.000 und 50.000 Euro bietet die Bank ihren Eigentümern einen Zinsvorteil von 2 Prozentpunkte gegenüber den Standard-Konditionen von VobaCredit. Das Programm ist befristet bis zum 30. Oktober 2015.

Der Zinssatz für dieses Konsumentenkreditangebot beträgt (bonitäts- und laufzeitabhängig) 3,1 Prozent (effektiv, p.a. bei einer Laufzeit von drei Jahren). Die Volksbank verzichtet auf die Stellung von Sicherheiten. Die Kreditentscheidung wird sofort getroffen. Das Darlehen steht zur freien Verfügung des Mitglieds.

„Es ist unser Ziel, mit diesem scharf kalkulierten Angebot den Konsum anzuregen und damit die  konjunkturelle Entwicklung in unserer Region weiter zu stabilisieren und zu sichern“, erklärt Jürgen Pütz.

„Mit dem Sonderkreditprogramm wollen wir auch die Attraktivität der Mitgliedschaft bei der Volksbank steigern. Über den Zins-Bonus bieten wir unseren über 60.000 Mitgliedern neben den bestehenden zahlreichen Vorteilen einen weiteren Nutzen “, ergänzt der Vorstandsvorsitzende.

 

Zur Entwicklung im Einzelnen:

Einlagenvolumen erneut angestiegen

Die bilanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden wuchsen um 99,9 Millionen Euro oder 6,2 Prozent auf 1,724 Milliarden Euro an.

 

Trend zu kurzfristigen Anlagen hält an

Besonders starke Zuwächse im bilanziellen Geschäft verzeichnet die Volksbank bei den Sichteinlagen mit einem Zuwachs von 115 Millionen Euro, was eine Steigerung um 19,2 Prozent bedeutet. Die Tagesgelder stiegen um 22,6 Millionen Euro oder 4,6 Prozent an. Damit wurde das Abschmelzen des Festgeld-Blocks (über alle Laufzeiten) um knapp 23,8 Millionen Euro bei weitem überkompensiert.

Insbesondere das „CashDirekt nahm auch in 2015 um weitere 16 Millionen Euro oder 4 Prozent auf 411 Millionen Euro zu.

Erfreulich sind auch die Steigerungsraten bei den hauseigenen Sparprodukten der Volksbank Bonn Rhein-Sieg. Das Volumen des Wachstumssparen hat sich von 14,8 Millionen auf 16,1 Millionen Euro um 1,3 Millionen Euro oder 8,8 Prozent erhöht.

Festgelder nahmen im kurzfristigen Bereich um 6,2 Millionen Euro oder 11,6 Prozent auf 59,7 Millionen Euro zu.

Ebenfalls stiegen die Volumina an, die Volksbank-Kunden außerhalb der Bank-Bilanz in  Wertpapierdepots, in Fonds der Union Investment oder in Bausparverträgen sowie in Lebensversicherungen anlegten. Insgesamt werden dort Mittel in Höhe von 1,218 Milliarden Euro verwaltet gegenüber 1,170 Milliarden zum Jahresultimo 2014. Der Zuwachs beträgt 48 Millionen Euro, was einer Steigerung um 4,1 Prozent entspricht.

 

Wertpapiergeschäft wächst

In den rund 7.000 Depots der Volksbank-Kunden sowie auf den 46.310 Anlagekonten beim Verbundpartner UNION Investment werden per 30.06.2015 Wertpapiere mit einem Gesamt-Kurswert in Höhe von 966 Millionen Euro verwahrt. Das sind 39 Millionen Euro oder 4,2 Prozent mehr als vor sechs Monaten. Dieses Wachstum ist auch an der Zahl der neuen Anlagekonten beim Volksbank-Verbundpartner UNION Investment abzulesen. Im ersten Halbjahr 2015 wurden 4.122 neue Anlagekonten eröffnet.

Sehr erfreulich ist auch das Wachstum der Bestände bei der DZ PRIVATBANK. Per 30.06.2015 unterhielten Kunden der Volksbank bei dem Anbieter für individuelle Anlagekonzepte für vermögende Privatkunden 24 Millionen Euro. Das sind 2,3 Millionen oder 10,6 Prozent mehr als am Jahresende 2014.

Insgesamt betreut die Volksbank Bonn Rhein-Sieg per 30.06.2015 ein Kundenanlage-Volumen von 2,941 Milliarden Euro. Der Vergleichswert lag 2014 bei 2,793 Milliarden Euro. Die Steigerung beträgt 147,8 Millionen Euro oder 5,3 Prozent.
 
Am 6. August 2015  hat dieser Wert erstmals die 3 Milliarden-Euro-Grenze übersprungen!

 

Sehr lebhaftes Kreditgeschäft

Das eigene Kreditgeschäft (Buchforderungen) der Volksbank Bonn Rhein-Sieg hat per 30.06.2015 um 3,5 Prozent oder 42,9 Millionen Euro auf 1,265 Milliarden Euro zugenommen.

Das gesamte betreute Kundenkredit-Volumen beläuft sich per 30.06.2015 unter Berücksichtigung der an die verbundeigenen Hypothekenbanken vermittelten Darlehen sogar auf 1,57 Milliarden Euro.

Die Gründe für die positive Entwicklung liegen einerseits in den positiven Zukunftserwartungen der Unternehmer. Viele Geschäftskunden der Volksbank gehen von einer besseren Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten aus. Dieser Optimismus wirkt sich auch positiv auf die Investitionsbereitschaft aus, weshalb in zahlreichen Unternehmen steigende Investitionen geplant sind.

In den beiden ersten Quartalen des Jahres 2015 konnte die Volksbank für 56 (gesamtes Vorjahr 81) Millionen Euro neue gewerbliche Finanzierungen abschließen.

Mit 37,6 Millionen Euro in Festzinsvereinbarungen und 18,3 Millionen Euro in variablen Darlehen übersteigen die Kredite, deren Zinsen festgeschrieben sind, die, deren Zinssatz veränderlich ist, deutlich. Während Festzinsvereinbarungen den Vorteil der sicheren Kalkulationsgrundlage auf lange Sicht bieten, stehen bei den variablen Vereinbarungen die Möglichkeiten flexibler Rückzahlung im Vordergrund.

Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz empfahl in diesem Zusammenhang den Kreditnehmern, möglichst langfristige Finanzierungen mit festen Zinssätzen abzuschließen, dabei aber auch den Tilgungssatz anzupassen, um eine schnellere Entschuldung zu ermöglichen. Der niedrige Zinssatz böte oft die Chance einer höheren Tilgung, so dass der Kredit früher abbezahlt sei.

Kräftig zugenommen hat auch die Kontokorrent-Inanspruchnahme. Private wie gewerbliche Kunden nahmen (geduldete) Überziehungen in einer Gesamthöhe von 57 Millionen Euro in Anspruch, 12,4 Millionen mehr als zum Jahresultimo 2014.

 

Nachfrage nach Wohnbaudarlehen weiterhin auf sehr hohem Niveau

Die erfreuliche Zunahme des Kundenkredit-Volumens resultiert andererseits auch aus der anhaltend hohen Nachfrage der Kunden nach Wohnbaufinanzierungen. Häuslebauer nahmen in 2015 bereits neue Darlehen in Höhe von 113,4 Millionen Euro (gesamtes Vorjahr: 203 Millionen Euro)  in Anspruch.  Weitere Baufinanzierungen in Höhe von insgesamt 18,4 MillionenEuro wurden prolongiert.

87 Prozent der Zusagen waren im Hinblick auf das günstige Zinsniveau mit Festzinsvereinbarungen ausgestattet (98,4 Mio. Euro).

Darüberhinaus haben die Kunden der Bank ein zusätzliches Darlehensvolumen in Höhe von insgesamt 307 Millionen Euro bei den verbundeigenen Hypothekenbanken, der R+V-Versicherung und bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall in Anspruch genommen.

 

Gesamtes Kundenvolumen beträgt 4,5 Milliarden Euro

Das gesamte betreute Kundenvolumen, also die Summe aus Kundenanlage- und Kundenkredit-Volumen, beläuft sich auf insgesamt 4,513 Milliarden Euro (gegenüber 4,36 Milliarden Euro in 2014). Das Plus von 153 Millionen Euro entspricht einem Wachstum von 3,5 Prozent.

Mit einer Bilanzsumme von 2,3 Milliarden Euro kann die Volksbank Bonn Rhein-Sieg ihre Position als größte Volksbank im Rheinland sichern. Im bundesweiten Ranking der 1.100 regional tätigen Genossenschaftsbanken rangiert das Haus auf Platz 33.

 

Volksbank gewinnt Kunden

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 ist die Zahl der Volksbank-Kunden um 578 auf 123.133 angestiegen. Volksbank-Chef Pütz wertet diesen Zuwachs als Ausdruck des großen Vertrauens der Menschen in die Volksbank Bonn Rhein-Sieg im Besonderen und die genossenschaftliche Bankengruppe im Allgemeinen. Die erfolgreiche Entwicklung der genossenschaftlichen Finanzgruppe wird auch durch die von Fitch im März 2015 bekannt gegebene Anhebung des Ratings auf AA- bestätigt. Die im internationalen Vergleich hervorragende Einstufung stellt sich damit gegen den Branchentrend rückläufiger Bankenratings.

 

Kunden nutzen Online-Angebot

Das Angebot des Mobile-Banking wird von der Kundschaft sehr gut angenommen. Im Lauf des Jahres 2015 hat sich die Zahl der Nutzer weiter rasant um 2.203 Nutzer auf nunmehr 8.674 erhöht, was einem Plus von 34 Prozent entspricht.  Die Dynamik dieser Entwicklung wird noch deutlicher, wenn man die Zahlen der Systemanmeldungen vergleicht. Im gesamten Jahr 2013 haben sich die Mobile-Banking-Nutzer knapp 500.000 Mal im Banking-System eingeloggt. Am Jahresende 2014 lag dieser Wert bereits bei 752.000 und zur Jahresmitte 2015 bei 506.000, so dass die Volksbank davon ausgeht (bei linearer Entwicklung) am Jahresende hier die Millionengrenze zu überspringen.

Ein ähnlicher Trend zeigt sich beim Internet-Banking -wenn auch leicht geringer- hier stieg die Nutzerzahl um knapp 4.000 Kunden auf nunmehr 32.000 Kunden, was einer Steigerung um 14 Prozent entspricht.

Auch die Telefon-Filiale der Volksbank wird von Kundenseite stark frequentiert. Rund 30.000 Geschäftsvorfälle erledigen die dort tätigen 20 Mitarbeiter pro Monat. Die Nutzung ist in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich um durchschnittlich rund 5.000 Einheiten pro Jahr auf den heutigen Wert angestiegen.

Nach wie vor eine Erfolgsgeschichte ist auch die Nutzung des neuen Mediums SmartTAN optic, das von rund 36.000 Volksbank-Kunden (1.000 mehr als Jahresende 2014) verwendet wird. In 2012 hatte die Bank die Anwender des bisherigen Verfahrens SmartTAN plus auf das neue und sehr sichere optische TAN-Erzeugungs-System umgestellt.

Insgesamt haben 43,6 Prozent der Volksbank-Kunden mit Girokonto ihre Konten für das Online-Banking frei schalten lassen.

 

Zinsüberschuss stabil

Trotz der langanhaltenden Niedrigzinsphase und der sehr flachen Zinsstrukturkurve konnte der Zinsüberschuss, also die Differenz zwischen den Zinserträgen aus dem Kreditgeschäft und dem Zinsaufwand aus dem Einlagengeschäft, stabil gehalten werden. Er beläuft sich in der Jahreshochrechnung auf 45,7 Millionen Euro und liegt damit um 400.000 Euro leicht über dem Ergebnis vom 31.12.2014.

 

Provisionsergebnis bleibt auf hohem Niveau

Das Provisionsergebnis der Volksbank Bonn Rhein-Sieg liegt in 2015 erneut auf gutem Niveau. Mit 18,6 Millionen Euro erwartetem Überschuss aus dem Dienstleistungsgeschäft mit ihren Kunden (Zahlungsverkehr, Wertpapiergeschäft, Vermittlung von Bausparverträgen oder Versicherungen) schreibt die Bank ein Provisionsergebnis, das deutlich über den Ergebnissen vergleichbarer genossenschaftlicher Kreditinstitute liegt. Es beträgt bei der Volksbank 0,83 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (DBS), während der Wert bei der Gruppe vergleichbarer Institute im Geschäftsgebiet des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes nur 0,66 Prozent beträgt.

Das Provisionsergebnis ist ein guter Indikator für die Vertriebsstärke einer Bank, da die überwiegende Zahl der Provisionserträge jedes Jahr erneut „geschrieben“ werden muss. Hieran zeigt sich zugleich die gute Positionierung der Bank bei ihren Kunden.

 

Lebensversicherungs-Volumen gesteigert

Im Bestand an Lebensversicherungen verzeichnet die Volksbank bei Ihrem Verbundpartner R+V-Versicherung bezogen auf die Rückkaufswerte mit 131,3 Millionen Euro ein Plus gegenüber dem 31.12.2014 von 4 Millionen Euro oder 3,1 Prozent. Dieses Wachstum ist vor dem Hintergrund der Diskussion um sinkende Garantieverzinsungen ein hervorragendes Ergebnis. Im Gesamtkonzept einer optimalen Altersvorsorge spielt die Lebensversicherung immer noch eine wichtige Rolle vor allem in Form der fondsgebundenen Lebensversicherung und der betrieblichen Altersvorsorge.

Trotz der lang anhaltenden Niedrigzinsphase bietet die R+V Lebensversicherung AG ihren Kunden mit 3,8 Prozent auch 2015 eine Gesamtverzinsung, die weit über dem Kapitalmarkt liegt.

Das Anfang August 2014 in Kraft getretene Lebensversicherungsreformgesetz hatte bis zum Jahresende 2014 eine Sonder-Konjunktur im Lebensversicherungsbereich ausgelöst. Denn für Neuverträge, die ab dem 1.1.2015 abgeschlossen werden, gilt ein verminderter Garantiezins von nur noch 1,25 Prozent. Verträge die vorher abgeschlossen werden, sind hingegen mit einer Garantieverzinsung von 1,75 Prozent ausgestattet. Die Anzahl der Lebensversicherungen, die Volksbank-Kunden bei der R+V Versicherung abgeschlossen haben, beträgt 15.000 Verträge.

"Am Thema Zukunftsvorsorge, zu der unbestritten eine private Lebens- oder Rentenversicherung gehört, führt heute kein Weg vorbei. Entscheidend hierbei sind langfristige Planungssicherheit, verlässliche Garantien und die Todesfallabsicherung. Das sind Stärken, die auch künftig ausnahmslos für die Lebensversicherung sprechen", so der Volksbank-Chef.

Die R+V-Versicherung ist seit vielen Jahren auf Erfolgskurs und zeichnet sich durch eine hohe Risikotragfähigkeit aus. Das Unternehmen hat in Deutschland mehr als 8 Millionen Kunden mit 23 Millionen Versicherungsverträgen.

 

Bauspargeschäft im Plus

Die Nachfrage nach Bausparverträgen der Bausparkasse Schwäbisch Hall zeigt ein erfreuliches Bild. Der Marktführer im Bauspargeschäft ist Verbundpartner der Volksbank. Die Volksbank Bonn Rhein-Sieg konnte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres die Anzahl der Bausparverträge um 842 erhöhen. Die Bausparsumme stieg um 15 Millionen Euro auf insgesamt 842 Millionen Euro.

 

Verwaltungsaufwand stabil

Der Verwaltungsaufwand im Bereich der Personal- und Sachkosten konnte im Jahr 2015 trotz gestiegener Aufwendungen im Zusammenhang mit Prüfungen und Beratungen und  Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen bei 46,9 Millionen Euro gehalten werden.  Strenge Kostendisziplin und ein Entbürokratisierungsprojekt machten dies möglich.

 

Betriebsergebnis (vor Bewertung) beträgt voraussichtlich 17,4 Millionen Euro

Das Ergebnis vor Bewertung fällt nach der Ergebnis-Vorschaurechnung voraussichtlich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres aus und wird sich auf rund 17,4 Millionen Euro belaufen.

Nach Dotierung der Reserven und unter Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses sowie des Steueraufwandes wird nach der Ergebnisvorschaurechnung der Jahresüberschuss rund 5 Millionen Euro betragen. Er liegt damit in etwa auf Vorjahresniveau.

 

Zahl der Bankteilhaber nimmt weiter zu

Die Zahl der Mitglieder der Volksbank Bonn Rhein-Sieg stieg um 835 Personen. Damit erhöhte sich der Mitgliederbestand auf 60.582 Mitglieder.

„Kunden von Volksbanken können Genossenschaftsanteile kaufen. Mit den erworbenen Anteilen sind sie zugleich Teilhaber der Bank, haben Mitbestimmungsrechte und erhalten eine jährliche Dividende auf ihre Genossenschaftsanteile. Die Volksbank gehört ihren Mitgliedern und ist per Genossenschaftsgesetz deren Wohl verpflichtet. Daraus leiten sich auch die besondere Kundennähe und unsere verantwortungsbewusste Beratung ab“, erläutert Bankchef Pütz das Genossenschaftsprinzip.

Derzeit sind von den rund 123.000 Kunden 60.582 Personen zugleich auch Mitglied bei der Volksbank, also fast jeder zweite Kunde ist auch Bank-Teilhaber. Neben der Dividende kann dieser Personenkreis die Vorteile des Mitglieder-Mehrwertprogramms “VR-mehrWert” nutzen. An über 100 Akzeptanzstellen in der Region erhalten die Volksbank-Eigentümer Rabatte oder geldwerte Vorteile in Höhe von mindestens 10 Prozent.

 

VobaImmobilien mit sehr gutem Halbjahresergebnis

Mit 102 vermittelten Objekten hat die VobaImmobilien ein sehr gutes Halbjahresergebnis erreicht. Das Verkaufsvolumen der Immobilienabteilung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg belief sich in den ersten sechs Monaten auf 12 Millionen Euro. Bei linearer Weiterentwicklung würde sie das Vorjahresergebnis von 133 vermittelten Objekten deutlich übertreffen. Mit dazu beitragen wird der Vertrieb einer großen Neubaumaßnahme (7 EFH und 30 ETW) in Königswinter-Oberpleis. Außerdem steht die VobaImmobilien unmittelbar vor dem Abschluss eines neuen Vertriebs-Auftrags von einem überregionalen Bauträger, der noch in diesem Jahr über 100 Eigentumswohnungen in Bonn vermarkten will.

Aufgrund der hohen Nachfrage auf dem Immobilienmarkt reicht das verfügbare Angebot an neuen oder gebrauchten Objekten nicht aus, um alle Interessenten bedienen zu können. „Diese Situation wird sich auch in der zweiten Jahreshälfte nicht entspannen,“ prognostiziert Jürgen Pütz.

 

Mitarbeiterzahl auf Vorjahresniveau

Die Zahl der Beschäftigten beträgt per 30.06.2014  512 Mitarbeiter (einschl. 29 Auszubildende). Rechnet man die zehn neuen Auszubildenden, die am 1.8.2014 in die Dienste der Bank getreten sind, mit, beschäftigt das Unternehmen insgesamt 522 Mitarbeiter. Das ist exakt der gleiche Wert wie am Jahresende 2014.  Damit gehört die Volksbank Bonn Rhein-Sieg zu den 30 größten Arbeitgebern im Kammerbezirk der IHK Bonn/Rhein-Sieg. Per 1.8.2015 beträgt die Ausbildungsquote 7,5 Prozent.

 

Filialnetz wird optimiert

Mitte Juli 2015 hatte die Volksbank bekannt gegeben, dass an den Standorten Kaldauen, Küdinghoven, Leuscheid und Selhof mit Wirkung vom 24. August 2015 eine Zusammenlegung mit der Filiale am Standort der jeweils benachbarten Regionaldirektion erfolgt. Die Kunden der vier Filialen wurden bankseitig mit persönlichen Briefen informiert, nachdem Vorstand und Aufsichtsrat ihre Entscheidung den Mitgliedervertretern und den Beiratsmitgliedern erläutert hatten.

Die Begründung für die Entscheidung liegt im  anhaltenden Strukturwandel in der Bankenlandschaft, der  auch an der Volksbank Bonn Rhein-Sieg nicht vorüber geht: „Verändertes Kundenverhalten, die mit hohem Tempo fortschreitende Digitalisierung vieler Lebensbereiche der Menschen sowie die demografische Entwicklung nehmen Einfluss auf die strategische Ausrichtung in der Finanzbranche“, beschreibt Bank-Vorstand Pütz die Lage. Die Nutzung von Online-Banking am heimischen PC oder unterwegs über Smartphones nimmt deutlich zu. In den Jahren von 2011 bis 2014 ist das Aufkommen von Überweisungen, die als Papierbeleg ausgefüllt wurden, um 42 Prozent zurückgegangen, während im gleichen Zeitraum die Nutzung des elektronischen Zahlungsverkehrs um 50,6 Prozent zugenommen hat.

Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz prognostiziert: „Es ist nicht mehr lange hin, dass der typische Volksbank-Kunde nur noch einmal im Jahr in die Filiale kommt, aber zehnmal pro Woche unsere Banking-App aufruft!

Weil sich die Zugangswege zur Bank mit zunehmender Geschwindigkeit ändern, hatte der Vorstand bereits in 2014 das interne Projekt „Agenda 2020“ initiiert. Dabei wurden sowohl die Vertriebswege der Bank auf den Prüfstand gestellt als auch die Chancen, die das digitale Zeitalter bietet, untersucht. Eine Bewertung aller Filialen der Volksbank Bonn Rhein-Sieg, die sich an objektiven Daten wie Kundenfrequenzen, Deckungsbeiträgen und Marktkennziffern orientiert, hat zu der Entscheidung geführt, dass die vier genannten Filialen mit den jeweils benachbarten Regionalcenter-Filialen zusammengelegt werden.  Die Filialleiter und die Mitarbeiter werden nach dem Umzug weiter für ihre Kunden in den vereinigten Filialen als Berater zur Verfügung stehen.

Ihre bisherigen Plätze wird die Volksbank beibehalten, um dort weiterhin SB-Filialen zu betreiben. Damit ist der Bargeld-Service für die Kunden vor Ort auf kurzem Weg gesichert. Als besondere Dienstleistung bietet die Bank einen „Bargeld-Nach-Hause-Service“ an, über den sich die Kunden bei Bedarf ihr Bargeld sogar bringen lassen können.

Wer eine Beratung braucht, kann mit seinem Kundenbetreuer flexibel arbeitstäglich zwischen 8 und 20 Uhr einen Termin vereinbaren, der sowohl in der Bank wie beim Kunden zuhause stattfinden kann.

Außerdem wurde jeweils ein Multifunktions- Terminal installiert, an dem die Kunden Kontoauszüge ziehen, Überweisungen vornehmen, Daueraufträge ändern, Kontostände abfragen oder ihrem Kundenberater eine Mitteilung senden können.

Die Geschäftsleitung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg legt Wert auf die Feststellung, dass diese Entscheidung, die der Vorstand  den zuständigen Mitgliedervertretern und Regionalbeiräten in Informationsveranstaltungen persönlich erläutert hat, keinen Rückzug aus der Fläche darstellt. Die Filialzusammenlegung führe weder zu Personalabbau noch zu einer Reduzierung der insgesamt 42 Standorte der Bank.

In der Region wird  die Volksbank dann an 36 Standorten mit 27 Filialen und 9 SB-Stellen vertreten sein. Hinzukommen sechs Geldausgabeautomaten außerhalb von Bankstellen.

 

Volksbank startet Online-Produkt-Vertrieb

Die Volksbank Bonn Rhein-Sieg sieht in medialen Vertriebswegen eine Chance, weitere Zugangswege zum Kunden zu gewinnen. Ein dichtes Filialnetz wird auf Dauer alleine nicht mehr ausreichen, um allen Kundenanforderungen zu entsprechen. Der Schlüssel zu Erfolg wird in einer Kombination aus den verschiedenen Kundenkontaktmöglichkeiten wie stationäre Filiale, Internet, Telefon, Mobil-Banking und persönlichem Kontakt beim Kunden vor Ort liegen. Die Filiale wird indes auf lange Sicht wesentlicher Bestandteil der Kommunikations- und Vertriebskanäle bleiben.

Mit der Entscheidung für das Online Produktangebot wird sich die Volksbank Bonn Rhein-Sieg sukzessive in Richtung einer „Omni-Kanal-Bank“ entwickeln. Mit dem Online-Produktvertrieb bieten wir Kunden und „Interessenten“ die Möglichkeit, ausgewählte Bank- und Verbundprodukte „direkt online“ im Internet abzuschließen.

Folgende Produkte stehen seit Mitte Juli auf der Homepage www.vobaworld.de zur Verfügung:

 

Bankprodukte

  • Kontokorrentkonten: Giro Classic; Giro Comfort; Giro Gold
  • (Privatgirokonten) Giro Direkt
  • Cash Direkt
  • Spareinlagen: Wachstumssparen (Laufzeit 3-7 Jahre)
  • Termineinlagen: Sparbriefe verzinslich (Laufzeit 2-6 Jahre)

 

Verbundprodukte

  • BSH: Online-Bausparen
  • R+V: R+V Auslandsreise KV
  • R+V: KFZ 24

 

paydirekt-Einführung steht bevor

Mit paydirekt geben die Banken eine Antwort auf die Online-Bezahlverfahren im Internet. Gemeinsam haben die genossenschaftliche Bankengruppe, die Privatbanken und zuletzt auch die Sparkassen-Gruppe das neue Verfahren entwickelt. Dazu haben die Beteiligten die paydirekt GmbH als zentralen Geschäftsbesorger gegründet

Auch die Volksbank Bonn Rhein-Sieg wird das neue E-Commerce- Verfahren, das voraussichtlich ab November an den Markt gehen soll, vertreiben.

Während bisherige Bezahlverfahren entweder auf Käufer- oder auf Händlerbedürfnisse zugeschnitten waren, ist paydirekt das erste Onlinebezahlverfahren, das sowohl von Käufer als auch von Händlerseite konzipiert ist und den Anforderungen beider Seiten gerecht wird.

Das Verfahren garantiert volle Datensicherheit. Da die Abwicklung zwischen Käufer und Händler über ein Konto bei der Zentralbank erfolgt, erfährt der Händler zu keinem Zeitpunkt die sensiblen Bankdaten des Käufers. Jede Transaktion ist sofort beim Onlinebanking und auf dem Kontoauszug des Kunden einsehbar, sodass Kunden zu jeder Zeit vollständige Transparenz über ihre online getätigten Zahlungen haben.

Da an dem neuen Verfahren alle deutschen Banken und Sparkassen beteiligt sind, ist es auch für den Händler vorteilhaft, der sofort nach Kaufabschluss eine Zahlungsgarantie erhält. Die Abwicklung des Zahlungsverkehrs läuft über das Bankkonto des Händlers, sodass der Händler zeitnah über das Geld verfügen kann.

 

Solidaritäts-Fonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG leistet aktive Hilfe

Ausdruck der besonderen Förderung der Mitglieder ist auch die Einrichtung eines eigenen Solidaritäts-Fonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG.

Die Vertreterversammlung der Bank hatte im Juni 2012 beschlossen, erstmalig in der Geschichte der Volksbank einen eigenen Solidaritätsfonds einzurichten. Die Mittel des Fonds sollen zur Unterstützung von gemeinnützigen sozialen und kulturellen Initiativen und insbesondere für unverschuldet in Not geratene Mitglieder der Genossenschaft verwendet werden.

Zwischenzeitlich hat die Selbsthilfeeinrichtung ihre Tätigkeit aufgenommen, so dass an vielen Stellen, verteilt über das gesamte Geschäftsgebiet der Bank, Unterstützung geleistet werden konnte.

Die Stiftung hat im ersten Halbjahr 2015 Anträge und Zusagen in einer Größenordnung von insgesamt rund 43.000 Euro bearbeitet.

 

Volksbank fördert regionale Aktivitäten

Neben Spenden und Sponsoring - Maßnahmen für Vereine und soziale Institutionen, die sich im ersten Halbjahr auf rund 250.000 Euro belaufen, unterstützt die Volksbank zahlreiche regionale Aktivitäten.

Darunter die zum zehnten Mal am 23. und 24. September in der Bad Godesberger Redoute stattfindenden Bonner Unternehmertage.