Mädchen stark machen!

2.500 Euro-Spende des Solidaritätsfonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg für Konflikt-Präventionsprogramm der Ursulinenschule Hersel

17.11.2015: Hersel: Das Projekt „All for one“ ist eine Maßnahme zur Prävention von Mobbing. Es gibt Hilfestellung zur positiven Konfliktbewältigung und zur Selbstbehauptung. „All for one“ zielt auf die Stärkung der Ich-Stabilität der Schülerinnen. Dabei geht es um das Teamwork in der Klassengemeinschaft gegen Ausgrenzung und Schikanen. Auch werden angemessene Verhaltensweisen bei Problemsituationen des Alltags (in der Schule, auf dem Schulweg, im öffentlichen und privaten Bereich) eingeübt.

Der Leiter des Gymnasiums, Karl Kühling, erklärt:“Wir wollen die Mädchen stark machen, damit sie in brenzligen Situationen deeskalierend auftreten können.“

Die Trainer zeigen, wie sich die Schülerinnen in schwierigen Situationen verhalten können, wenn sie selbst oder eine Freundin geärgert oder gar bedroht werden, wenn sie in der Straßenbahn „von der Seite angequatscht werden“ oder in andere unangenehme Situationen geraten.

Das Projekt beinhaltet altersgerechte Bewegungsspiele, Spielszenen, Stimm-Training und gibt Tipps, wie man in Gefahrensituationen nach Hilfe sucht.

Es wird in den  derzeit sechs 5. Klassen sowohl des Gymnasiums wie der Realschule der Herseler Ursulinen mit insgesamt 180 Schülerinnen durchgeführt.

Die Ursulinenschule hat für dieses Projekt den Verein „GewaltfreiLernen“ gewonnen, dessen pädagogische Mitarbeiter die Schulungen durchführen. Parallel dazu gibt es eine Fortbildung für die Lehrerkollegien und einen Elterninformationsabend mit praktischen Übungen.

Volksbank-Regionaldirektor Walter Klemmer und die neue Leiterin der Filiale Hersel, Svenja Bette, überbrachten eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 2.500 Euro aus der Stiftung Solidaritätsfonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg.

Svenja Bette zeigte sich sehr angetan von dem All-for-one-Projekt: „Es wird die Mädchen stärker machen und sie auf die richtige Reaktion in unangenehmen Situationen vorbereiten“, sagte die Filial-Leiterin. Für die die 26 Jährige war es ihr erster Auftritt in der Öffentlichkeit, denn sie hatte erst vor zwei Wochen die Leitung der Filiale Hersel übernommen. Svenja Bette ist seit 2008 bei der Volksbank als Kundenberaterin tätig. In ihrer Freizeit treibt sie gerne Sport und hört mit Begeisterung kölsche Musik.

 

Der Solidaritätsfonds:

Die Vertreterversammlung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg hatte im Juni 2012 beschlossen, erstmalig in der über 110jährigen Geschichte der Volksbank, einen eigenen Solidaritätsfonds einzurichten. Die Mittel des Fonds sollen zur Unterstützung von gemeinnützigen sozialen und kulturellen Initiativen und insbesondere für unverschuldet in Not geratene Mitglieder der Genossenschaft verwendet werden.

Damals erklärte Volksbank-Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz: „Der neue Fonds ist eine zutiefst genossenschaftliche Einrichtung. Unsere Gründer Hermann Schultze Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen haben uns die genossenschaftlichen Grundsätze der Solidarität, der Selbsthilfe und Selbstverantwortung ins Stammbuch geschrieben. Wenn jetzt unsere Mitglieder auf einen kleinen Teil ihrer Dividende verzichten, um einen Hilfsfonds zu finanzieren, dann tun sie genau das, was Genossenschaft ausmacht, nämlich nachhaltig solidarisch denken und handeln.“

Durch den Verzicht der Mitglieder auf einen kleinen Teil ihrer Dividende werden dem  Fonds jährlich Mittel von rund 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus fließen der Stiftung aus Spenden der Volksbank und von Dritter Seite weitere Mittel zu, die zeitnah dem Stiftungszweck entsprechend ausgeschüttet werden.