Volksbank fasst an vier Standorten Filialen zusammen - SB-Stellen bleiben vor Ort

Vorstandsvorsitzender Pütz: „Wir sind und bleiben in der Region präsent!“

20.07.2015 Bonn/Rhein-Sieg: Der anhaltende Strukturwandel in der Bankenlandschaft geht auch an der Volksbank Bonn Rhein-Sieg nicht vorüber: verändertes Kundenverhalten, die mit hohem Tempo fortschreitende Digitalisierung vieler Lebensbereiche der Menschen sowie die demografische Entwicklung nehmen Einfluss auf die strategische Ausrichtung in der Finanzbranche. Die Volksbank Bonn Rhein-Sieg stellt sich diesen Entwicklungen. Ausgehend von den Erfahrungen im täglichen Umgang mit ihren Kunden, wissen Vorstand und Mitarbeiter, dass der Filialbesuch abnimmt. Im gleichen Maß nimmt die Nutzung von Online-Banking am heimischen PC oder unterwegs über Smartphones deutlich zu. In den Jahren von 2011 bis 2014 ist das Aufkommen von Überweisungen, die als Papierbeleg ausgefüllt wurden, um 42 % zurückgegangen, während im gleichen Zeitraum die Nutzung des elektronischen Zahlungsverkehrs um 50,6 % zugenommen hat.

 

 

Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz prognostiziert: „Es ist nicht mehr lange hin, dass der typische Volksbank-Kunde nur noch einmal im Jahr in die Filiale kommt, aber zehnmal pro Woche unsere Bank-App aufruft!“ Weil sich die Zugangswege zur Bank mit zunehmender Geschwindigkeit ändern, hatte der Vorstand bereits in 2014 das interne Projekt „Agenda 2020“ initiiert. Dabei wurden sowohl die Vertriebswege der Bank auf den Prüfstand gestellt als auch die Chancen, die das digitale Zeitalter bietet, untersucht.

Mit einem zeitgemäßen Internet-Auftritt, der vobaworld, sicheren elektronischen Angeboten für PC oder Smartphone, einer durchgehend von 8 bis 18 Uhr erreichbaren Telefonfiliale, die im Bonner Volksbank-Haus eingerichtet und mit Bankmitarbeitern besetzt ist, sowie über 200 dezentral im gesamten Geschäftsgebiet eingesetzten Kundenberatern wird die Bank ihre Präsenz in der Fläche aufrecht erhalten.

Jürgen Pütz weiter: „Früher galt als Indikator für Kundennähe die Entfernung zur nächsten Filiale in Kilometern. Kundennähe drückt sich heute in der Erreichbarkeit über viele zeitlich flexible Kontaktpunkte aus, nämlich im Netz, per Telefon oder im persönlichen Kontakt zum Bankberater.“

Nach einer Bewertung aller Filialen der Volksbank Bonn Rhein-Sieg, die sich an objektiven Daten wie Kundenfrequenzen, Deckungsbeiträgen und Marktkennziffern orientiert, haben Aufsichtsrat und Vorstand nach ausführlichen Beratungen beschlossen, ab dem 24.August 2015 die Filialen Windeck-Leuscheid, Siegburg- Kaldauen, Bad Honnef-Selhof und Beuel-Küdinghoven mit den jeweils benachbarten Filialen an den Standorten der Regionaldirektionen in Eitorf, Hennef, Bad Honnef und Beuel zusammenzulegen. Die Filialleiter und die Mitarbeiter werden nach dem Umzug weiter für ihre Kunden in den vereinigten Filialen zur Verfügung stehen.

Ihre bisherigen Plätze wird die Volksbank beibehalten, um dort weiterhin SB-Filialen zu betreiben. Damit ist der Bargeld-Service für die Kunden vor Ort und auf kurzem Weg gesichert. Außerdem wird  jeweils ein Multifunktions- Terminal installiert, an dem die Kunden Kontoauszüge ziehen, Überweisungen vornehmen, Daueraufträge ändern Kontoständeabfragen oder ihrem Kundenberater eine Mitteilung senden können.

Die Geschäftsleitung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg legt Wert auf die Feststellung, dass diese Entscheidung, die der Vorstand  den zuständigen Mitgliedervertretern und Regionalbeiräten in Informationsveranstaltungen persönlich erläutert hat, keinen Rückzug aus der Fläche darstellt. Die Filialzusammenlegung führe weder zu Personalabbau noch zu einer Reduzierung der insgesamt 42 Standorte der Bank. Ganz im Gegenteil: „Das Filial-Konzept der Volksbank beinhaltet auch die Entscheidung für die Investition in einen Neubau der Filiale Bornheim“, berichtet Jürgen Pütz.