Eine Kinderklinik für Ghana

20.03.2015: Bad Honnef. Die Kindersterblichkeit ist in Afrika immer noch um ein Vielfaches höher als bei uns in Europa. Eine Gruppe junger Ärzte, Architekten und anderer Akademiker hat sich zusammengefunden, um die Gesundheitsprobleme von Kindern und Jugendlichen auf dem schwarzen Kontinent effektiv zu bekämpfen. Das erste Projekt von ANDO, die Abkürzung bedeutet A New Day Organisation, ist ein Kinderkrankenhaus, das derzeit in Efutu, nahe der ghanaischen Hafenstadt Cape Coast  entsteht. Das Besondere an dem bereits im Rohbau fertig gestellten Krankenhaus ist die Modularität der Architektur: Das Gebäude lässt sich im Bedarfsfall erweitern, ohne dass der laufende Betrieb unterbrochen werden muss.

Über die Idee und die konkreten Baupläne informiert jetzt eine Ausstellung mit Bildern, Videos und Bauplänen, die in der Bad Honnefer Volksbank-Filiale gezeigt wird.

Regionaldirektor Helmut Rings (li.) begrüßte die Gäste, die zur Ausstellungseröffnung gekommen waren und lobte das Engagement der ANDO-Aktivisten. Er habe den Eindruck gewonnen, dass alle Spenden, die diesem Projekt zugute kommen, „gut angelegtes Geld“ seien.

Auch die Landtagsabgeordnete Andrea Milz war zugegen und berichtete, dass das Bundesland NRW neben dem Staat Südafrika auch eine Partnerschaft zu Ghana unterhalte. „Ich freue mich, dass die auf Regierungsebene beschlossenen Partnerschaften durch Vereine wie ANDO mit Leben erfüllt werden“, sagte die Politikerin. Andrea Milz hofft, dass die Idee von ANDO viele Nachahmer findet.

ANDO-Schatzmeisterin Andrea Buschmann und der Bonner Arzt Florian Brenig erläuterten die Bemühungen des Vereins, das Projekt zu finanzieren. „Wir haben auf dem Bonner Weihnachtsmarkt Glühwein verkauft, und es gibt keine Familie der Vereinsmitglieder, die nicht einen Geburtstag oder ein Ehejubiläum genutzt hätte, um Spenden für ANDO zu sammeln“, sagte Brenig. Wichtig sei den Organisatoren „gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu planen und zu arbeiten. „Wir dürfen nicht den Fehler machen, über die Köpfe der Betroffenen hinweg zu arbeiten,“ warnte der Mediziner.

Die Städtepartnerschaft Bonn-Cape Coast gibt ANDO einen stabilen politischen Rahmen. Mit der Regionalregierung Cape Coast, mit dem Ghana Health Service, mit der Bevölkerung von Efutu und ihren traditionellen Vertretungen und auch mit der Universität Cape Coast konnte eine vertrauensvolle Zusammenarbeit etabliert werden.

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Bad Honnefer Volksbank (Hauptstraße 31) bis zum 17. April zu sehen. Danach wandert sie weiter in die Volksbank-Filiale Bonn, Gangolfstraße.


Spenden sind willkommen: Konto bei der Volksbank Bonn Rhein-Sieg

IBAN DE61 3806 0186 5521 2100 11