Volksbanken und Raiffeisenbanken der Region verzeichnen kräftiges Wachstum

Gesamt-Kundenvolumen um 6,9 Prozent gestiegen – 153.092 Mitglieder in der Region Bonn/Rhein-Sieg

29.01.2015: Bei der genossenschaftlichen Bankengruppe der Region herrscht Zufriedenheit beim Blick auf die gemeinsame Jahresbilanz 2014: Die vier Raiffeisenbanken (Much-Ruppichteroth, Rheinbach-Voreifel, Rosbach und Sankt Augustin), die vier Volksbanken bzw. VR-Banken (Bonn, Bonn Rhein-Sieg, Rhein-Sieg und Wachtberg) und die Spar- und Darlehenskasse Aegidienberg konnten zum Jahresende 2014 das Kreditvolumen um 6,96 Prozent auf 3,83 Milliarden Euro steigern (2013: 3,58 Mrd. Euro). Auch bei den Kundeneinlagen zeigt sich ein ähnlich hohes Wachstum von 6,79 Prozent. Auf den Konten der neun Genossenschaftsbanken unterhalten die Kunden insgesamt 4,47 Milliarden Euro in Form von Sicht-, Termin oder Spareinlagen (2013: 4,19 Mrd. Euro).

Das Gesamtkundenvolumen (Summe aus Aktiva und Passiva) beläuft sich per Jahresultimo 2014 auf 8,3 Milliarden Euro gegenüber 7,77 Milliarden Euro vor einem Jahr (+ 6,9 %)

Die in der Rechtsform der „eingetragenen Genossenschaft“ (eG) agierenden Häuser gehören ihren Mitgliedern. Im Jahr 2014 gelang es den regionalen Banken weitere 6.929 Kunden von den Vorteilen einer Mitgliedschaft bei ihrer Bank zu überzeugen. Insgesamt sind 153.092 Kunden zugleich auch Mitglied eines der genossenschaftlichen Kreditinstitute.

Nach den Worten von Bankensprecher Karl-Josef Schmitz befindet sich der Genossenschaftsgedanke in der Folge der Staatsschuldenkrise weiterhin im Aufwind: „Mittlerweile ist, auf die Einwohnerzahl von Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis bezogen, fast jeder fünfte Einwohner Mitglied bei einer Genossenschaftsbank!“

Der Bonner Volksbank-Chef Jürgen Pütz ergänzt: „Es macht uns besonders stolz, dass die Genossenschaftsidee in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurde. “

Mit der Genossenschaftsidee, die auf Hermann Schulze-Detitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen zurückgeht, will es Deutschland auf die Liste des immateriellen Kulturerbes der Unesco schaffen. Dafür war die Aufnahme in das bundesdeutsche Inventar des immateriellen Kulturerbes die erste Voraussetzung. Auf dieser Basis soll die Nominierung im März 2015 bei der Unesco eingereicht werden. Bis 2016 trifft die Unesco dann die Entscheidung, was zum immateriellen Weltkulturerbe gehört.