Spende des Solidaritätsfonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg

8.700 Euro-Spende für behinderte Katharina

Hennef.  Eine Groß-Spende aus dem neuen Solidaritäts-Fonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg  in Höhe von 8.700 Euro geht an die neunjährige halbseitig gelähmte Katharina Kuhnert aus Hennef. Ihre allein erziehende Mutter Regina benötigt das Fahrzeug, um damit die seit der Geburt an den Rollstuhl gefesselte Katharina zur Schule oder zu medizinischen Anwendungen bringen zu können. Außerdem will die dreiköpfige Familie, zu der auch die ältere Schwester Laura (12) gehört, mit dem geräumigen Auto gemeinsame Ausflüge unternehmen.

Um Katharinas Rollstuhl leichter in das Auto zu heben, wurde zusätzlich eine Liftanlage eingebaut. Die Kosten dafür hat der Landschaftsverband Rheinland übernommen. Die verbleibende Lücke von 8.700 Euro trägt die Stiftung „Solidaritätsfonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG“.

Mutter Regina Kuhnert hatte in Spendenaufrufen immer wieder auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Einzelspenden von Verwandten, von Institutionen und Stiftungen gingen ein, aber das Geld reichte noch nicht aus, um das sehnlich erhoffte Fahrzeug anzuschaffen.

Die Vertreterversammlung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg hatte vor zwei Jahren beschlossen, erstmalig in der über 110jährigen Geschichte der Volksbank, einen eigenen Solidaritätsfonds einzurichten. Die Mittel des in der Rechtsform einer Stiftung eingerichteten Fonds sollen zur Unterstützung von gemeinnützigen sozialen und kulturellen Initiativen und insbesondere für unverschuldet in Not geratene Mitglieder der Genossenschaft verwendet werden.

Dazu erklärte der Vorsitzende des Stiftungsrates, Volksbank-Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz: „Der Fonds ist eine zutiefst genossenschaftliche Einrichtung. Unsere Gründer Hermann Schultze Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen haben uns die genossenschaftlichen Grundsätze der Solidarität, der Selbsthilfe und Selbstverantwortung ins Stammbuch geschrieben. Wenn jetzt unsere Mitglieder auf einen kleinen Teil ihrer Dividende verzichten, um einen Hilfsfonds zu finanzieren, dann tun sie genau das, was Genossenschaft ausmacht, nämlich nachhaltig solidarisch denken und handeln.“

Durch den Verzicht der Mitglieder auf  einen kleinen Teil ihrer Dividende wurden dem neuen Fonds in 2012 und 2013 bereits Mittel in Höhe von rund 150.000 Euro zur Verfügung gestellt. Auch in 2014 beschlossen die Mitgliedervertreter in Form einer zweckgebundenen Spende 54.230 Euro an die Stiftung zu überweisen. Diese Summe entspricht 0,1 Prozent der Geschäftsguthaben. „Die Hilfsgelder werden nicht lange im Solidaritätsfonds angespart, sie gehen zeitnah entsprechend dem Stiftungszweck an Bedürftige“, bestätigt der Vorsitzende des Stiftungskuratoriums Hans-Gerd Pützstück am Rande der Spendenübergabe in Hennef. Im ersten Quartal des Jahres 2014 lägen bereits zahlreiche neue Anträge und Zusagen in einer Größenordnung von rund 50.000 Euro vor.