Konjunktur-Spritze für den Mittelstand

Volksbank Bonn Rhein-Sieg legt Sonder-Kreditprogramme auf

Vorstandsvorsitzender  Jürgen Pütz:  „Angebot wird dazu beitragen, dass in unserer Region die konjunkturelle Erholung weiter anhält und gesichert wird.“

Bonn/ Rhein-Sieg-Kreis

„Wir sind mit den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2014 sehr zufrieden“, so lautet das allgemeine Resümee des Vorstandsvorsitzenden Jürgen Pütz während der Pressekonferenz der Volksbank Bonn Rhein-Sieg im Bonner Volksbank-Haus.

Da die Investitionsbereitschaft der Häuslebauer und der Unternehmen auch in 2014 ungebrochen ist, florierte auch das Kreditgeschäft der Volksbank, das um 5,9 Prozent oder 66,6 Millionen Euro auf 1,203 Milliarden Euro expandierte.

Deutliche Zuwächse verzeichnet die größte Genossenschaftsbank der Region trotz des niedrigen Zinsniveaus auf der Einlagenseite, die um 2,2 Prozent oder 32,5 Millionen Euro auf 1,527 Milliarden Euro angestiegen ist.

Gemessen am Gesamt-Kundenvolumen (Summe aus Einlagen, Ausleihungen, Vermittlungsgeschäft und Wertpapieren) ist das Kreditinstitut weiter gewachsen. Es stieg um 1,75 Prozent auf rund 4,234 Milliarden Euro.

Die Bilanzsumme zum 30.06.2014 beläuft sich auf 2,053 Milliarden Euro gegenüber 2,019 Milliarden Euro am Jahresende 2013.

Trotz des wegen des anhaltend niedrigen Zinsniveaus weiterhin stark unter Druck stehenden Zinsergebnisses gelang es der Bank die Zinsspanne (Differenz aus (Zinsertrag und Zinsaufwand) um 1,3 Millionen Euro auf 45,6 Mio. Euro (gegenüber 44,3 Millionen im Vorjahr) auszuweiten. Damit liegt die Bank um 600.000 Euro über dem selbstgesteckten Ziel.

Mit 18,7 Millionen Euro verfügt die Bank über eine im Vergleich zum Vorjahr stabile Provisionsspanne.

Unter dem Strich wird die Volksbank ausweislich der Ergebnis-Vorschaurechnung zum Jahresende 2014, ein Teil-Betriebsergebnis in Höhe von 18 Millionen Euro erwirtschaften, das damit in etwa auf der Höhe des Vorjahresergebnisses liegen wird.

Nach Dotierung der Reserven und unter Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses sowie des Steueraufwandes wird sich nach der Ergebnisvorschaurechnung der Jahresüberschuss auf 5 Millionen Euro erhöhen. Er liegt damit um 300.000 Euro über dem Wert des Vorjahres (4,7 Millionen), was einer Steigerung um 6,4 Prozent entspricht.

Sonder-Kreditprogramme zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft

Die Volksbank Bonn Rhein-Sieg ist dem Mittelstand der Region traditionell eng verbunden. „Damit die Gewinnsituation der Unternehmen und die Konsumentennachfrage auf dem guten Niveau gehalten werden können und um die Investitionsbereitschaft zu unterstützen, werden wir sehr günstige Kreditmittel anbieten“, erklärte Jürgen Pütz bei der Präsentation der Jahreszahlen.

Die Bank beabsichtigt dazu, Konjunkturfördermittel bei der Europäischen Zentralbank (EZB) aufzunehmen Die EZB hatte im Juni dieses Jahres im Zusammenhang mit der Leitzinssenkung auf 0,15 Prozent weitere Maßnahmen zur Begleitung ihres geldpolitischen Kurses und zur Unterstützung der Kreditvergabe an die Realwirtschaft beschlossen. Die zur Verfügung gestellten Mittel werden von der Bank direkt an private Haushalte und an „nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften“ (Unternehmen) verliehen.

Jürgen Pütz erklärt: „Die von der EZB für die Konjunkturförderung bereit gestellten Mittel nutzen wir, um sie unseren Mitgliedern anzubieten."

Im Konsumentenkreditgeschäft beträgt die Kondition (bonitäts- und laufzeitabhängig) 3,1 Prozent. Hier verzichtet die Volksbank auf die Stellung von Sicherheiten. Im Firmenkundengeschäft wird die Sonderkondition tagesaktuell und individuell unter Berücksichtigung der Bonität und banküblicher Besicherung ermittelt.

Entsprechend der Vorgaben der EZB fließen die vergünstigten Mittel in die Segmente „Konsumentenkreditgeschäft“ und „Firmenkreditgeschäft“. Ausdrücklich ausgenommen sind Immobilienfinanzierungen, was auch in der Laufzeitbegrenzung von vier bzw. fünf Jahren zum Ausdruck kommt.

„Es ist unser Ziel, mit dieser Konjunkturspritze die konjunkturelle Entwicklung in unserer Region weiter zu stabilisieren und zu sichern“, erklärt Jürgen Pütz, der auf eine aktuelle Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) verweist. Die Kölner Wirtschaftswissenschaftler haben nachgewiesen, dass durch das solide Kreditwachstum der Genossenschaftsbanken die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen eine deutliche Stärkung erfahren habe. Der Beitrag der Volksbanken und Raiffeisenbanken zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts sei deutlich stabiler als der Beitrag anderer Bankengruppen, bestätigen die Autoren der Studie. Im gesamten Bundesgebiet erhöhten die Genossenschaftsbanken ihre Kreditvergabe von Ende 2008 bis Ende 2013 um 27 Prozent. Auch die Kreditvergabe der Volksbank Bonn Rhein-Sieg ist exakt um diesen Wert angestiegen.

Rein rechnerisch wäre das Wirtschaftswachstum in den betrachteten fünf Jahren in Deutschland um ein Drittel niedriger ausgefallen, wenn die Genossenschaftsbanken ihre Firmenkundenkredite unverändert gelassen hätten. Die Studie kommt zu dem Fazit, dass die Kreditgenossenschaften die einzige Bankengruppe sei, die einen langfristig signifikant positiven Einfluss der Kreditvergabe auf das BIP aufweist.

„Wir verstehen das Sonderkreditprogramm auch als positives Signal an die Unternehmer und Konsumenten in einer Phase, wo sich die Stimmung der Entscheider mit Blick auf die Unsicherheiten, ausgelöst durch politische Krisen wie zum Beispiel in der Ostukraine, deutlich verschlechtert hat“, ergänzt der Vorstandsvorsitzende. Das Statistische Bundesamt hatte vor kurzem mitgeteilt, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal erstmals seit zwei Jahren geschrumpft ist.

 

Zur Entwicklung im Einzelnen:

Einlagenvolumen erneut angestiegen

Die bilanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden wuchsen um 32,5 Millionen Euro oder 2,2 Prozent auf 1,527 Milliarden Euro an.

 

Trend zu kurzfristigen Anlagen hält an

Zuwächse im bilanziellen Geschäft verzeichnet die Volksbank bei den Sichteinlagen mit einem Zuwachs von 6,8 Millionen Euro, was eine Steigerung um 1,3 Prozent bedeutet. Deutlich übertroffen von den Tagesgeldern, die um 42,3 Millionen Euro oder 9,6 Prozent anstiegen. Damit wurde das Abschmelzen des Festgeld-Blocks (über alle Laufzeiten) um knapp 14 Millionen Euro bei weitem überkompensiert.

Insbesondere das „CashDirekt nahm auch in 2014 um weitere 29 Millionen Euro oder 8,2 Prozent auf 385 Millionen Euro zu.

Aber auch das gute alte Sparbuch (mit dreimonatiger Kündigungsfrist) ist nach wie vor in Mode! Eine Steigerung um 8,3 Prozent oder 7 Millionen Euro führte zu einem Halb-Jahresendbestand von 91 Millionen.

Erfreulich sind auch die Steigerungsraten bei den hauseigenen Sparprodukten der Volksbank Bonn Rhein-Sieg. Das Volumen des Wachstumssparen hat sich von 9,7 Millionen auf 12,6 Millionen Euro um 3,1 Millionen Euro oder 32 Prozent erhöht.

Dieser Trend ist auch im Juli und August des Jahres 2014 ungebrochen. Die Festgelder mit längeren Laufzeiten (180-359 Tage) wuchsen mit 3,8 Millionen Euro und damit um 20 Prozent auf 22,6 Millionen Euro an.

Ebenfalls stiegen die Volumina an, die Volksbank-Kunden außerhalb der Bank-Bilanz in Wertpapierdepots, in Fonds der Union Investment oder in Bausparverträgen sowie in Lebensversicherungen anlegten. Insgesamt werden dort Mittel in Höhe von 1,171 Milliarden Euro verwaltet gegenüber 1,135 Milliarden zum Jahresultimo 2013. Der Zuwachs beträgt 36 Millionen Euro, was einer Steigerung um 3,1 Prozent entspricht.

 

Wertpapiergeschäft wächst

In den rund 8.200 Depots der Volksbank-Kunden sowie auf den 44.249 Anlagekonten beim Verbundpartner UNION Investment werden per 30.06.2014 Wertpapiere mit einem Gesamt-Kurswert in Höhe von 931 Millionen Euro verwahrt. Das sind 26 Millionen Euro mehr als vor sechs Monaten. Dieses Wachstum ist auch an der Zahl der neuen Anlagekonten beim Volksbank-Verbundpartner UNION Investment abzulesen. Im ersten Halbjahr 2014 wurde 3.002 neue Anlagekonten eröffnet.

Sehr erfreulich ist auch das Wachstum der Bestände bei der DZ PRIVATBANK. Per 30.06.2014 unterhielten Kunden der Volksbank bei dem Anbieter für individuelle Anlagekonzepte für vermögende Privatkunden 16,3 Millionen Euro. Das sind 2,9 Millionen oder 22 Prozent mehr als am Jahresende 2013.

Insgesamt betreut die Volksbank Bonn Rhein-Sieg ein Kundenanlage-Volumen von 2,7 Milliarden Euro. Der Vergleichswert lag 2013 bei 2,63 Milliarden Euro. Die Steigerung beträgt 70 Millionen Euro oder 2,7 Prozent.

 

Sehr lebhaftes Kreditgeschäft

Das eigene Kreditgeschäft der Volksbank Bonn Rhein-Sieg hat in 2014 um 5,9 Prozent oder 66,6 Millionen Euro auf 1,203 Milliarden Euro zugenommen.

Das gesamte betreute Kundenkredit-Volumen beläuft sich per 30.06.2014 unter Berücksichtigung der an die verbundeigenen Hypothekenbanken vermittelten Darlehen sogar auf 1,53 Milliarden Euro.

Das Investitionsklima in der Region ist nach wie vor sehr positiv. Die Nachfrage nach Kreditmitteln ist aufgrund der insgesamt optimistischen Grundhaltung in der mittelständischen Unternehmerklientel der Volksbank angestiegen.

In den beiden ersten Quartalen des Jahres 2014 konnte die Volksbank für 45 (gesamtes Vorjahr 95) Millionen Euro neue gewerbliche Finanzierungen abschließen.

Mit 22 Millionen Euro in Festzinsvereinbarungen und 23 Millionen Euro in variablen Darlehen halten sich die Kredite, deren Zinsen festgeschrieben sind, mit denen, deren Zinssatz veränderlich ist, die Waage. Während Festzinsvereinbarungen den Vorteil der sicheren Kalkulationsgrundlage auf lange Sicht bieten, stehen bei den variablen Vereinbarungen die Möglichkeiten flexibler Rückzahlung im Vordergrund.

Zugenommen hat auch die Kontokorrent-Inanspruchnahme. Private wie gewerbliche Kunden nahmen geduldete Überziehungen in einer Gesamthöhe von 62,6 Millionen Euro in Anspruch, 9,5 Millionen mehr als zum Jahresultimo 2013.

Die Volksbank hatte die letzten Senkungen der Leitzinsen durch die EZB jeweils unmittelbar an die Kunden weitergeben, zuletzt am 1. Juli 2014 um 0,1 Prozentpunkt. Den Zinsaufschlag für private Überziehungen (über den Dispositionskredit hinaus) hatte die Bank bereits zum 1. April 2014 gestrichen.

 

Nachfrage nach Wohnbaudarlehen anhaltend hoch

Die erfreuliche Zunahme des Kundenkredit-Volumens resultiert insbesondere aus der anhaltend hohen Nachfrage der Kunden nach Wohnbaufinanzierungen. Häuslebauer nahmen in 2014 bereits neue Darlehen in Höhe von 90 Millionen (gesamtes Vorjahr: 146) Millionen Euro in Anspruch. 88 Prozent der Zusagen waren im Hinblick auf das günstige Zinsniveau mit Festzinsvereinbarungen ausgestattet (79 Mio. Euro).

Darüberhinaus unterhalten die Kunden der Bank ein zusätzliches Darlehensvolumen in Höhe von insgesamt 362 Millionen Euro bei den verbundeigenen Hypothekenbanken, der R+V-Versicherung und bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

 

Gesamtes Kundenvolumen beträgt 4,2 Milliarden Euro

Das gesamte betreute Kundenvolumen, also die Summe aus Kundenanlage- und Kundenkredit-Volumen, beläuft sich auf insgesamt 4,234 Milliarden Euro (gegenüber 4,16 Milliarden Euro in 2012). Das Plus von 74 Millionen Euro entspricht einem Wachstum von 1,75 Prozent

Mit einer durchschnittlichen Bilanzsumme von 2,053 Milliarden Euro kann die Volksbank Bonn Rhein-Sieg ihre Position als größte Volksbank im Rheinland sichern. Im bundesweiten Ranking der 1.100 regional tätigen Genossenschaftsbanken rangiert das Haus auf Platz 38.

 

Kunden nutzen Online-Angebot

Das Angebot des Mobile-Banking wird von der Kundschaft sehr gut angenommen. Im Lauf des Jahres 2014 hat sich die Zahl der Nutzer weiter um 1.682 Nutzer auf nunmehr 6.866 erhöht, was einem Plus von 32,4 Prozent entspricht. 

Eine Erfolgsgeschichte ist auch die Nutzung des neuen Mediums SmartTAN optic, das von rund 29.000 Volksbank-Kunden (1.000 mehr als Jahresende 2013) verwendet wird. In 2012 hatte die Bank die Anwender des bisherigen Verfahrens SmartTAN plus auf das neue und sehr sichere optische TAN-Erzeugungs-System umgestellt.

Insgesamt haben 41 Prozent der Volksbank-Kunden ihre Konten für das Online-Banking frei schalten lassen.

 

Zinsüberschuss leicht verbessert

Trotz der langanhaltenden Niedrigzinsphase und der sehr flachen Zinsstrukturkurve konnte der Zinsüberschuss, also die Differenz zwischen den Zinserträgen aus dem Kreditgeschäft und dem Zinsaufwand aus dem Einlagengeschäft, leicht verbessert werden. Er beläuft sich in der Jahreshochrechnung auf 45,6 Millionen Euro und liegt damit um 1,3 Millionen Euro über dem Ergebnis vom 31.12.2013 und mit 600.000 Euro über dem eigenen Planwert.

 

Provisionsergebnis weiterhin auf hohem Niveau

Das Provisionsergebnis der Volksbank Bonn Rhein-Sieg liegt in 2014 erneut auf gutem Niveau. Mit 18,7 Millionen Euro erwartetem Überschuss aus dem Dienstleistungsgeschäft mit ihren Kunden (Zahlungsverkehr, Wertpapiergeschäft, Vermittlung von Bausparverträgen oder Versicherungen) schreibt die Bank ein Provisionsergebnis, das deutlich über den Ergebnissen vergleichbarer genossenschaftlicher Kreditinstitute liegt. Es beträgt bei der Volksbank 0,91 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme (DBS), während der Wert bei der Gruppe vergleichbarer Institute im Geschäftsgebiet des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes nur 0,62 Prozent beträgt.

Das Provisionsergebnis ist ein guter Indikator für die Vertriebsstärke einer Bank, da die überwiegende Zahl der Provisionserträge jedes Jahr erneut „geschrieben“ werden muss. Hieran zeigt sich zugleich die gute Positionierung der Bank bei ihren Kunden.

 

Lebensversicherungs-Bestand gesteigert

Im Bestand an Lebensversicherungen verzeichnet die Volksbank bei Ihrem Verbundpartner R+V-Versicherung bezogen auf die bewertete Versicherungssumme mit 10,7 Millionen Euro ein Plus gegenüber dem Vorjahresstichtag von 22 Prozent. Dieses Wachstum ist vor dem Hintergrund der Diskussion um sinkende Garantieverzinsungen ein hervorragendes Ergebnis. Im Gesamtkonzept einer optimalen Altersvorsorge spielt die Lebensversicherung immer noch eine wichtige Rolle.

Trotz der lang anhaltenden Niedrigzinsphase bietet die R+V Lebensversicherung AG ihren Kunden mit 3,9 Prozent auch 2014 eine Gesamtverzinsung, die weit über dem Kapitalmarkt liegt. 

Das Anfang August in Kraft getretene Lebensversicherungsreformgesetz dürfte bis zum Jahresende 2014 eine Sonder-Konjunktur im Lebensversicherungsbereich auslösen. Denn für Neuverträge, die ab dem 1.1.2015 abgeschlossen werden, gilt ein verminderter Garantiezins von nur noch 1,25 Prozent. Verträge die vorher abgeschlossen werden, sind hingegen mit Garantieverzinsung von 1,75 Prozent ausgestattet.

"Am Thema Zukunftsvorsorge, zu der unbestritten eine private Lebens- oder Rentenversicherung gehört, führt heute kein Weg vorbei. Entscheidend hierbei sind langfristige Planungssicherheit, verlässliche Garantien und die Todesfallabsicherung. Das sind Stärken, die auch künftig ausnahmslos für die Lebensversicherung sprechen", so der Volksbank-Chef.

Die R+V-Versicherung ist seit vielen Jahren auf Erfolgskurs und zeichnet sich durch eine hohe Risikotragfähigkeit aus. Sie hat in Deutschland mehr als 7 Millionen Kunden mit 21 Millionen Versicherungsverträgen.

 

Bauspargeschäft im Plus

Die Nachfrage nach Bausparverträgen der Bausparkasse Schwäbisch Hall zeigt ein erfreuliches Bild. Der Marktführer im Bauspargeschäft ist Verbundpartner der Volksbank. Die Volksbank Bonn Rhein-Sieg konnte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1.539 neue Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 53,2 Millionen Euro abschließen.

 

Kosten leicht gestiegen

Der Verwaltungsaufwand im Bereich der Personal- und Sachkosten steigt im Jahr 2014 um 1,3 Millionen Euro auf 46,3 Millionen Euro. Dieser leichte Zuwachs ist auf gestiegene Aufwendungen im Zusammenhang mit Prüfungen und Beratungen und auf Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen zurück zu führen.

 

Betriebsergebnis (vor Bewertung) beträgt voraussichtlich 18 Millionen Euro

Das Ergebnis vor Bewertung fällt nach der Ergebnis-Vorschaurechnung voraussichtlich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres aus und wird sich auf rund 18 Millionen Euro belaufen.

Nach Dotierung der Reserven und unter Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses sowie des Steueraufwandes wird sich nach der Ergebnisvorschaurechnung der Jahresüberschuss auf 5 Millionen Euro erhöhen. Er liegt mit um 300.000 Euro über dem Wert des Vorjahres (4,7 Millionen), was einer Steigerung um 6,4 Prozent entspricht.

 

Zahl der Bankteilhaber nimmt weiter zu

Die Zahl der Mitglieder der Volksbank Bonn Rhein-Sieg stieg um 1.111 Personen. Damit erhöhte sich der Mitgliederbestand unter Berücksichtigung von Kündigungen und Ausscheiden durch Tod auf 60.451 Mitglieder. „Wir freuen uns sehr, dass wir im Dezember 2013 das 60.000 Mitglied gewinnen konnten“ sagte Jürgen Pütz.

„Kunden von Volksbanken können Genossenschaftsanteile kaufen. Mit den erworbenen Anteilen sind sie zugleich Teilhaber der Bank, haben Mitbestimmungsrechte und erhalten eine jährliche Dividende auf ihre Genossenschaftsanteile. Die Volksbank gehört ihren Mitgliedern und ist per Genossenschaftsgesetz deren Wohl verpflichtet. Daraus leiten sich auch die besondere Kundennähe und unsere verantwortungsbewusste Beratung ab“, erläutert Bankchef Pütz das Genossenschaftsprinzip.

Derzeit sind von den rund 122.000 Kunden 60.451 Personen zugleich auch Mitglied bei der Volksbank, also fast jeder zweite Kunde ist auch Bank-Teilhaber. Neben der Dividende kann dieser Personenkreis die Vorteile des Mitglieder-Mehrwertprogramms “VR-mehrWert” nutzen. An über 100 Akzeptanzstellen in der Region erhalten die Volksbank-Eigentümer Rabatte oder geldwerte Vorteile in Höhe von mindestens 10 Prozent.

 

VobaImmobilien mit sehr gutem Halbjahresergebnis

Mit 72 vermittelten Objekten hat die VobaImmobilien ein sehr gutes Halbjahresergebnis erreicht. Das Verkaufsvolumen der Immobilienabteilung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg belief sich auf 14 Millionen Euro. Bei linearer Weiterentwicklung würde sie das Vorjahresergebnis von insgesamt 25 Millionen Euro und 122 vermittelten Objekten deutlich übertreffen.

Aufgrund der hohen Nachfrage auf dem Immobilienmarkt reicht das verfügbare Angebot an neuen oder gebrauchten Objekten nicht aus, um alle Interessenten bedienen zu können.

 

Volksbank beschäftigt mehr Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten beträgt per 30.06.2014  512 Mitarbeiter (einschl. 28 Auszubildende) Rechnet man die 15 neuen Auszubildenden, die am 1.8.2014 in die Dienste der Bank getreten sind, mit, beschäftigt das Unternehmen insgesamt 527 Mitarbeiter. Das sind sieben mehr als am Jahresbeginn. Damit gehört die Volksbank Bonn Rhein-Sieg zu den 30 größten Arbeitgebern im Kammerbezirk der IHK Bonn/Rhein-Sieg.

 

Nachwuchs-Förderung als strategische Aufgabe

Für die zukünftige Sicherung eines optimal qualifizierten Personalbestandes setzt die Volksbank auf eine gute Nachwuchsförderung. Mitte Januar 2014 haben 14 Auszubildende die anspruchsvolle Prüfung vor der IHK mit guten Ergebnissen abgelegt. 13 Auszubildende haben das Angebot der Volksbank für eine Übernahme angenommen. Eine ehemalige Auszubildende hatte ein Studium aufgenommen.

Zum Einstellungstermin für Auszubildende am 1. August 2014 hat die Volksbank 15 jungen Damen und Herren einen Ausbildungsplatz zugesagt. Damit stehen 43 Auszubildende in den Diensten der Volksbank, was einer Ausbildungsquote von 8 Prozent entspricht.

 

Filiale Waldorf renoviert

Nach vollständiger Renovierung (EDV-Technik, Anstrich, Teppichboden und Möblierung) präsentiert sich die Filiale Waldorf wieder in ansprechender Optik. Das Investitionsvolumen betrug rund 100.00 Euro.

Als regionale Genossenschaftsbank ist es für uns selbstverständlich, im Rahmen der Umbauarbeiten ganz überwiegend mittelständische Handwerker aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis zu beschäftigen.

 

Neue Geldausgabeautomaten in Bonn-Röttgen und auf dem Venusberg  

An zentraler Stelle innerhalb des Bonner Universitätsklinikums auf dem Venusberg hat die Volksbank einen Geldausgabeautomat in Betrieb genommen. Der frei stehende Cash-Point ist in der Nähe des Blutspende-Zentrums installiert.

In Kooperation mit der VR-Bank Bonn eG hat die Volksbank am 01.Juli in Bonner Ortsteil Röttgen einen Geldausgabeautomaten eingerichtet. Der Cash-Point steht am Ortseingang (von Bonn kommend) auf dem Parkplatz des ALDI-Marktes (Reichsstr. 1a).

In der Region ist die Volksbank derzeit an 36 Standorten mit 31 Filialen und 5 SB-Stellen vertreten. Hinzukommen mittlerweile sechs Geldausgabeautomaten außerhalb von Bankstellen (neben den beiden neuen sind dies :REWE-Markt in Hennef und in der Markt-Garage in Bonn, an der Endenicher Straße und an der Bornheimer Straße im OBI-Markt).

 

Unterstützung für neue Schülerinnengenossenschaft „EconA“ des St. Adelheid-Gymnasiums Pützchen

Am 3. September werden 24 Schülerinnen des Pützchener St. Adelheid-Gymnasiums im Volksbank-Haus eine Schülerinnengenossenschaft gründen. Die 14 -15 jährigen Mädchen nehmen am Wirtschaftskurs der Jahrgangsstufen 8 und 9 teil. Auf Initiative ihres Lehrers Michael Germann erhalten die jungen Damen die Möglichkeit, das im Unterricht erworbene betriebswirtschaftliche Basiswissen in die Praxis umzusetzen und echte, eigene Erfahrungen zu sammeln. Der Firmenname „EconA“ steht für „Economy at Adelheid“. Firmenzweck sind Einkauf und Vertrieb von Starterpaketen für die neuen Fünftklässlerinnen(u.a. Füller, Stifte , Hefte, Geo-Dreieck)  sowie von Schulkleidung (T-Shirts und Pullover mit Schullogo).

Jürgen Pütz zeigt sich hoch erfreut, dass die Bandbreite der Genossenschaften mit der Neugründung von EconA um eine neue Facette erweitert wird: „Neben neun Kreditgenossenschaften gibt es in unserer Region zahlreiche weitere Unternehmen in der Rechtsform einer eingetragenen Genossenschaft. Das Spektrum reicht von Wohnungsgenossenschaften oder Absatzgenossenschaften über Energiegenossenschaften bis hin zur im vergangenen Jahr gegründeten Beethoventaler-Genossenschaft und jetzt neu zur Schülerinnengenossenschaft EconA“, erläutert der Bank-Chef.

 

Solidaritäts-Fonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG leistet aktive Hilfe

Ausdruck der besonderen Förderung der Mitglieder ist auch die Einrichtung eines eigenen Solidaritäts-Fonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG.

Die Vertreterversammlung der Bank hatte im Juni 2012 beschlossen, erstmalig in der Geschichte der Volksbank einen eigenen Solidaritätsfonds einzurichten. Die Mittel des Fonds sollen zur Unterstützung von gemeinnützigen sozialen und kulturellen Initiativen und insbesondere für unverschuldet in Not geratene Mitglieder der Genossenschaft verwendet werden.

Zwischenzeitlich hat die Selbsthilfeeinrichtung ihre Tätigkeit aufgenommen, und es wurden an vielen Stellen verteilt über das gesamte Geschäftsgebiet der Bank Unterstützung geleistet.

Die Stiftung hat im ersten Halbjahr 2014 Anträge und Zusagen in einer Größenordnung von insgesamt rund 50.000 Euro bearbeitet. Zuletzt konnten 8.700 Euro an ein behindertes Mädchen aus Hennef ausgezahlt werden. Weitere Zahlungen in einer Größenordnung von 10.000 Euro für den behindertengerechten Umbau eines Hauses in Bad Honnef Selhof stehen kurz bevor.

 

Volksbank fördert regionale Aktivitäten

Neben Spenden und Sponsoring - Maßnahmen für Vereine und soziale Institutionen, die sich im ersten Halbjahr auf rund 250.000 Euro belaufen, unterstützt die Volksbank zahlreiche regionale Aktivitäten.

Darunter die zum achten Mal am 23. und 24. September in der Bad Godesberger Redoute stattfindenden Bonner Unternehmertage und der erstmalig von der Eigentümer-Schutzgemeinschaft Haus & Grund ausgelobte CLEMENS-AUGUST-Preis. Die Fach-Jury dieses Preises für private Baukultur wird in Kürze über die rund 20 Einreichungen befinden, ehe am 30. September 2014 im Volksbank-Haus die feierliche Verleihung des mit 3.000 Euro dotierten Preises stattfindet.

Beim jährlichen Förderpreis der WGZ-Bank-Stiftung erhielten die Kooperationspartner Kleiner Muck e.V., Jugendfarm Bonn e.V. und Evangelische Kirchengemeinde Bonn-Beuel für ihre Initiative „Kinderstadt Mini-Beuel“ den ersten Preis in Höhe von 6.000 Euro. Nominiert wurde das Projekt von der Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG. Die Kinderstadt Mini-Beuel wird alle zwei Jahre in den Sommerferien zweimal für je eine Woche für Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren und jugendliche Helfer ab 16 Jahren angeboten. Mini-Beuel stellt eine Stadt im Kleinformat dar, in der komplexe Zusammenhänge wie Arbeitswelt, Steuern, politisches System einer Stadt und ein eigener Geldkreislauf praxisnah und vor allem Kind gerecht umgesetzt werden.