Haus & Grund

CLEMENS AUGUST PREIS

Cooperation mit der Volksbank Bonn Rhein-Sieg

Preis für innovatives Bauen im privaten Bereich wird erstmals ausgelobt

Erstmals wird Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg den CLEMENS AUGUST PREIS für innovatives Bauen im privaten Bereich ausloben. Das Projekt wird von der  Volksbank Bonn Rhein-Sieg unterstützt. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert. Bewerbungen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis nimmt die Hauptgeschäftsstelle, Oxfordstraße 2, 53111 Bonn, entgegen. Einsendeschluss ist der 19. August 2014. Eine hochkarätige Jury wird die Auswahl treffen. Die Preissumme kann dabei auch aufgeteilt werden. Der Preis soll erstmals am 30. September in der Hauptverwaltung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg überreicht werden.

HAUS & GRUND: CLEMENS AUGUST PREIS

Reges Interesse an der gemeinsamen Pressekonferenz:
v.r. Nikolaus Decker, Vorsitzender des BDA Bonn, Pressesprecher Friedel Frechen, Ideengeber Werner P. D`hein, VoBa-Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz, Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten. Foto: Loutfi (2)

Die Philosophie des Clemens-August-Preises

Ideengeber Werner P. D’hein, Vorstandsmitglied und Chefredakteur von „Haus & Grund Aktuell“ erläutert auf der Pressekonferenz die Philosophie des Preises: „Private Bauherren und ihre Architekten prägen das Bild einer Stadt entscheidend. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Stadtgestaltung und erfüllen damit eine gesellschaftliche und soziale Aufgabe.“ Der Bauboom setze sich in der Region Bonn/Rhein-Sieg fort. Gefragt sei privates Bauen, Umbauen, Erneuern mit Qualität und Ideen. Es geht um das  private Bauen. Zielgruppe  sind Frauen und Männer, die sich nicht in erster Linie durch Gewinnmaximierung leiten lassen, sondern für die Eigentum auch Verpflichtung bedeutet.  Der Preis ist so angelegt, dass sich prinzipiell jedes Mitglied von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, aber auch jeder andere private Bauherr mit Projekten in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis ebenfalls beteiligen kann.

Zielgruppe Privat – Bandbreite groß

Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten wies auf die Besonderheit dieses Preises hin. Es sei nicht nur die Zielgruppe sondern auch die Qualifikationsbreite, in der preiswürdige Maßnahmen möglich sind. Damit unterscheide sich dieser Preis von vielen anderen, die auf  ganz konkrete Einzelziele (z.B. ausschließlich energetische Innovationen) ausgerichtet seien. Die Idee sei vor knapp zwei Jahren auf einer Vorstandsklausur auf Vorschlag von Werner D’hein entwickelt und von einer Arbeitsgruppe konkretisiert worden, an der auch die Stadtplanerin Andrea Hankel und H&G-Pressesprecher Friedel Frechen, beide Mitglieder des Vorstandes, beteiligt waren.

Warum Clemens-August?

Der Preis wird nach dem Bonner Kurfürsten Clemens August benannt, dem bekanntesten und wohl auch bedeutendsten der Kurfürsten, die von Bonn aus regiert haben. Gemeint ist die Bautätigkeit aller „Bonner“ Kurfürsten – oder auch ihrer leitenden „Beamten“ - , die in Bonn selbst (Schlösser/Redoute), aber auch auf dem Gebiet des heutigen Rhein-Sieg-Kreises und darüber hinaus maßgebliche städtebauliche Strukturen oder Solitäre geschaffen haben, die heute noch Stadtgrundrisse oder Ortsmittelpunkte prägen. Dazu gehören auch Parks und Grünplanungen (z.B. Poppelsdorfer Allee). Das war bereits  vorausschauender Umweltschutz.

Helmut Hergarten: „Clemens August steht stellvertretend für den Gestaltungswillen der früheren Landesherrn in ihrer Residenzstadt Bonn und der Region“.

Was wird ausgezeichnet?

Der Clemens-August-Preis zeichnet Projekte privater Bauherren aus, deren gestalterische, konstruktive und technologische Qualität von hoher Innovationskraft geprägt ist. Darüber hinaus werden auch Bauten prämiert, die sich auf besondere Weise mit der Bewältigung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen befassen und Wege zu deren Lösung aufzeigen.

Architekten, Ingenieure und Bauherren sind eingeladen, im Bereich Bonn/Rhein-Sieg in den letzten 10 Jahren realisierte Projekte des privaten Wohn- und Infrastrukturbaus einzureichen.

Infrage kommen sowohl Neubau als auch Umbau und Sanierung

Beurteilungskriterien vom BDA-Vorsitzenden entwickelt

Die Beurteilungskriterien entwickelte Architekt Nikolaus Decker. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Architekten (BDA) in der Region Bonn/Rhein-Sieg, der die Preisidee unterstützt und als Jurymitglied an der Auswahl teilnehmen wird, erläutert:

"Zur Beurteilung dienen folgende Kriterien im Einzelnen:  architektonische und städtebauliche Qualität, innovativer und materialgerechter Einsatz von Baustoffen, Beitrag zum energieeffizienten und nachhaltigen Bauen, funktionale Aspekte und Nutzungsflexibilität, Beitrag zur Lösung aktueller gesellschaftlicher ( z.B. Demografie, Barrierefreiheit) und umweltrelevanter (z.B. Hochwasserschutz, Verbesserung des Stadtklimas) Herausforderungen."

Jury

Neben Decker gehören der Jury an: Stefan Lachnit, Vorstand Volksbank Bonn Rhein-Sieg eG,  Helmut Görgen, Architekt, stv. Vorsitzender Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg,  Werner Wingenfeld, Stadtbaurat, Ralph Schweitzer, Architekt, Celia Schütze, EnergieAgentur Bonn, Barbara Guckelsberger, Technische Beigeordnete der Stadt Siegburg. Hinzu kommt noch ein Vertreter der Baugewerksinnung.