Maler aus Beuel an die Börse?

Unser Appell an die EU: Hände weg vom klassischen Bankenkredit

02.10.2014: Will die EU jetzt den klassischen Bankenkredit als erfolgreiches Finanzierungsinstrument für die mittelständische Wirtschaft abschaffen? Diese Frage stellt sich nach der Anhörung des designierten EU-Kommissars für Finanzmarkte vor den Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses im Europa-Parlament. Dabei ließ der Kandidat, der Brite Jonathan Hill, im Falle von Unternehmensfinanzierungen deutlich seine Vorliebe für den Kapitalmarkt erkennen.

"Soll jetzt vielleicht der Maschinenbauer aus Hennef oder der Malermeister aus Beuel Aktien ausgeben und an die Börse gehen?", fragen wir uns als erfolgreicher und anerkannter Mittelstandsfinanzierer der Region. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Für größere mittelständische Unternehmen ab einer Umsatzgröße von 50 Millionen Euro benötigen wir den Zugang zum Kapitalmarkt. Doch das betrifft gerade ein Prozent der Firmen in Deutschland. Offensichtlich spielen die anderen 99 Prozent für die EU keine Rolle.

Wir meinen: Wer den Bankenkredit in Misskredit bringt, der zündelt an einem existenziellen Faktor der Wirtschaft in unserer Region. Wer das will, der setzt die positive Entwicklung unserer Betriebe und damit in letzter Konsequenz auch die Sicherheit von Arbeitsplätzen aufs Spiel