Grunderwerbsteuer sparen

Tipps & Tricks für Immobilienkäufer

Die Grunderwerbsteuer beträgt in Nordrhein-Westfalen 6,5 Prozent des Kaufpreises der Immobilie – bis 2011 waren es nur 3,5 Prozent. In Rheinland-Pfalz sind es 5 Prozent.
Neben gestiegenen Preisen für Grundstücke, Häuser und Wohnungen macht die höhere Grunderwerbsteuer den Immobilienerwerb ebenfalls teurer. Doch je nach Einzelfall gibt es Möglichkeiten, die Steuerlast zu reduzieren:

Rücklagen bei Eigentumswohnungen

Wer eine Eigentumswohnung kauft, erwirbt die angesparte Instandhaltungsrücklage des Vorbesitzers mit. Diese Rücklage unterliegt nicht der Grunderwerbsteuer. Hierzu ist die Rücklagenhöhe im Kaufvertrag anzugeben.

Separater Kaufpreis für Einrichtungsgegenstände

Das Finanzamt berechnet die Grunderwerbsteuer anhand des Boden- und Gebäudewertes. Aber nur, was untrennbar mit dem Grundstück oder Gebäude verbunden ist, gehört zur Berechnungsgrundlage. Mitgekaufte bewegliche Sachen, die sich problemlos entfernen lassen, unterliegen nicht der Steuer. Das können zum Beispiel Einbauküchen, Möbel, Lampen oder eine eingebaute Sauna sein. Damit auf diese Gegenstände keine Steuer erhoben wird, muss dieses Inventar mit seinem Wert im Kaufvertrag aufgeführt sein. Hilfreich sind – insbesondere bei höherem Ansatz - Belege über die ursprünglichen Kosten.

Grundstückskauf vom Hausbau trennen

Beim Kauf eines unbebauten Grundstücks bemisst sich die Grunderwerbsteuer nach dem Grundstückswert. Für ein bebautes Grundstück ist die Grunderwerbsteuer hingegen auf den gesamten Kaufpreis inklusive der Immobilie zu entrichten. Voraussetzung für die niedrigere Versteuerung nur für den Grundstückspreis ist, dass der Verkäufer des Grundstücks und die Hausbaufirma in keiner Verbindung zueinander stehen. Ist dies nicht der Fall – beispielsweise bei Erwerb von einem Bauträger – erhebt das Finanzamt die Grunderwerbsteuer auf den Gesamtpreis für Grundstück und Gebäude.

Kleinbeträge bis 2.500 Euro steuerfrei

Grunderwerbsteuer wird ab einem Kaufpreis von 2.500 Euro berechnet. Für diesen Betrag lässt sich sicherlich kein Baugrundstück kaufen. Aber eventuell reicht es für die Vergrößerung des Gartens. Wichtig ist, dass die Grenze nicht überschritten wird, da sonst die Grunderwerbsteuer auf den gesamten Kaufpreis fällig wird.

Schenkung und Erbschaft

Bei Schenkung oder Erbschaft fällt keine Grunderwerbsteuer, dafür aber ggf. Schenkungs- bzw. Erbschaftsteuer an. Für diese gelten je nach Verwandschaftsgrad unterschiedliche Freibeträge.

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