Die häufigsten Fehler bei der Baufinanzierung

Baufinanzierungszinsen sind historisch günstig – beste Voraussetzungen, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu verwirklichen... Hier lesen Sie, welche Fehler sie bei der Baufinanzierung vermeiden sollten. Weitere wichtige Hinweise erhalten Sie im persönlichen Gespräch mit unseren Baufinanzierungs-Spezialisten.

Fehler bei der Baufinanzierung

  • Zu wenig Eigenkapital
    Vielen Bauherren wird zum Verhängnis, dass sie zu wenig eigenes Kapital für den Immobilienkauf und die Nebenkosten von bis zu 12 Prozent des Kaufpreises angespart haben. Wir empfehlen unsere Kunden 20 bis 30 Prozent Eigenkapital als Richtgröße.
  • Zu niedrige Tilgung
    Die niedrigen Zinsen sind äußerst attraktiv. Sie bergen aber auch eine Gefahr: Denn, je niedriger der Zins, desto länger dauert – bei gleicher Tilgung – die Rückzahlung! Daher sollte wer baut oder kauft, die Niedrigzinsen nutzen, um mehr zu tilgen. Ein Beispiel: Ein Bauherr nimmt 200.000 Euro zu 3,0 Prozent über 15 Jahre auf. Nach Ende der Zinsbindung steigt der Zins auf 5,0 Prozent. Tilgt er 2,0 Prozent pro Jahr ist er nach 28 Jahren und zehn Monaten schuldenfrei. Bei einer Tilgung von 1,0 Prozent pro Jahr dauert es 40 Jahre und acht Monate. Je länger die Baufinanzierung läuft, desto mehr Zinsen zahlt der Kreditnehmer.
  • Keine Reserven eingeplant
    Wer ein Haus baut oder eine gekaufte Immobilie saniert, muss immer mit bösen Überraschungen rechnen. Meist liegen die Baukosten höher als ursprünglich veranschlagt. Wenn das Ersparte und der Kredit nicht ausreichen, steht das Projekt auf der Kippe. Baufinanzierer sollten daher Mehrkosten von zehn bis 15 Prozent einplanen.
  • Eigenleistung überschätzt
    Viele Bauherren wollen selbst anpacken, um Geld zu sparen. Sie überschätzen oft ihre Fähigkeiten oder ihr Zeitbudget. Wenn dann doch Handwerker beauftragt werden müssen, stimmt die Kalkulation nicht mehr. Besser ist es, den Wert der Eigenleistung vorsichtig anzusetzen.
  • Sanierungs-Rücklagen vergessen
    Bis zur vollständigen Rückzahlung der Baufinanzierung können 30 Jahre vergehen. In dieser Zeit fallen weitere Kosten für die Instandhaltung und Sanierung der Immobilie an. Wer nach Zins und Tilgung sein Budget ausgeschöpft hat, kann die Substanz seiner Immobilie nicht erhalten. Immobilieneigentümer sollten daher pro Jahr mindestens ein Prozent des Immobilienwerts als Rücklage ansparen.
  • Familie nicht abgesichert
    Eine Baufinanzierung ist ein Projekt mit vielen Unbekannten. Schicksalsschläge lassen sich weder einplanen noch vermeiden. Tod oder Berufsunfähigkeit des Hauptverdieners können die Angehörigen in finanzielle Not bringen. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz ist die Immobilie in Gefahr. Sinnvoll sind insbesondere eine Risikolebensversicherung und die Absicherung der Berufsunfähigkeit.
  • Anschlussfinanzierung verschlafen
    Gerade mit Blick auf die derzeit historisch niedrigen Zinsen sollten Sie sich frühzeitig Gedanken über die Anschlussfinanzierung machen. Denn bei Ablauf der Zinsbindung kann das Zinsniveau deutlich höher sein als jetzt. Neben einer langen Zinsbindung für Ihre Finanzierung bieten wir bereits bis zu fünf Jahre vor Ablauf der derzeitigen Finanzierung die Möglichkeit, die Zinsen für die Anschlussfinanzierung zu sichern – auf Basis des aktuellen Zinsniveaus.

Unsere Tipps können eine individuelle Beratung und ein auf Ihre persönliche Situation und Ihre Wünsche abgestimmtes Finanzierungskonzept natürlich nicht ersetzen – hierfür stehen Ihnen unsere Baufinanzierungs-Spezialisten gerne zur Verfügung.