12.000 Euro-Spende des Solidaritätsfonds der Volksbank

Förderung eines behindertengerechten Aufzugs und Therapiemaßnahmen

Eitorf. Eine Groß-Spende aus dem neuen Solidaritäts-Fonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg in Höhe von 12.000 Euro geht an die zehnjährige Sarah Schulze aus Eitorf-Hove. Sarah liegt seit ihrem zweiten Lebensjahr aufgrund eines tragischen Unfalls im Kinderbett im Wachkoma.

Die Familie hat jetzt die Möglichkeit, in das Haus der im vergangenen Jahr verstorbenen Ur-Großmutter umzuziehen. Die Veränderung ist notwendig, da Sarah heute täglich vom Obergeschoss ins Erdgeschoss getragen werden muss. Selbst für geschultes Pflegepersonal ist es schwierig, Sarah durch den engen Flur und über die Treppe zu transportieren.

 

Ehe die fünfköpfige Familie umziehen kann, muss das Haus der Ur-Oma behindertengerecht umgebaut werden. Hierfür benötigt die Familie Schulze finanzielle Unterstützung. Mit der Spende aus dem Solidaritätsfonds wird ein außen am Gebäude zu installierender Lift finanziert, mit dem Sarah aus dem am Hang gelegenen Haus nach Draußen auf Straßenniveau gefahren werden kann. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 8.000 Euro.

 

Weitere 4.000 Euro stellt der Solidaritätsfonds für dringend benötigte Therapiemaßnahmen zur Verfügung. Die Eltern Frank und Susanne Schulze haben mit ihrer Tochter bereits verschiedene Therapien absolviert, die dazu geführt haben, dass Sarah immer „etwas lockerer und wacher“ wurde. Für 2013 ist eine weitere Entwicklungs-Förderung im Naturheilzentrum Bottrop geplant, von der sich die Ärzte und die Eltern deutliche Fortschritte erhoffen. „Diese Therapie stellt einen Meilenstein dar. Sie soll dazu beitragen, dass Sarah sich weiter entspannt und entkrampft“, erläutert Susanne Schulze.

 

Sarahs Eltern und ihre beiden Schwestern Annika und Lisa freuen sich sehr über die Unterstützung der Volksbank. „ Die Spenden aus dem Solidaritätsfonds helfen uns sehr, da weder der Außenlift noch die Therapie im Naturheilzentrum von der Krankenkasse finanziert werden“, erklärt Frank Schulze, Sarahs Vater.

 

Die Vertreterversammlung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg hatte im Juni des vergangenen Jahres beschlossen, erstmalig in der über 110jährigen Geschichte der Volksbank, einen eigenen Solidaritätsfonds einzurichten. Die Mittel des Fonds sollen zur Unterstützung von gemeinnützigen sozialen und kulturellen Initiativen und insbesondere für unverschuldet in Not geratene Mitglieder der Genossenschaft verwendet werden.

 

Dazu erklärte Volksbank-Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz, der zugleich auch Vorsitzender des Stiftungsrates des Solidaritätsfonds ist: „Der neue Fonds ist eine zutiefst genossenschaftliche Einrichtung. Unsere Gründer Hermann Schultze Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen haben uns die genossenschaftlichen Grundsätze der Solidarität, der Selbsthilfe und Selbstverantwortung ins Stammbuch geschrieben. Wenn jetzt unsere Mitglieder auf einen kleinen Teil ihrer Dividende verzichten, um einen Hilfsfonds zu finanzieren, dann tun sie genau das, was Genossenschaft ausmacht, nämlich nachhaltig solidarisch denken und handeln.“

 

Durch den Verzicht der Mitglieder auf 0,25 % ihrer Dividende wurden dem neuen Fonds Mittel in Höhe von rund 100.000 Euro zur Verfügung gestellt, die jetzt an unverschuldet in Not geratene Mitglieder ausgeschüttet werden.