Spende des Solidaritätsfonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg

10.000 Euro-Spende für oberschenkelamputierte Selhoferin

Eine Groß-Spende aus dem neuen Solidaritäts-Fonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg in Höhe von 10.000 Euro ging jetzt an Karin Limbach-Teuchert. Die Selhoferin ist aufgrund einer Oberschenkelamputation in ihrer Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt. Der behindertengerechte Um- und Ausbau des Badezimmers im Einfamilienhaus der Limbachs war unumgänglich.

Dazu mobilisierten die Eheleute Limbach ihre finanziellen Reserven und beantragten einen Zuschuss ihrer Krankenkasse. 

Die verbleibende Finanzierungslücke von 10.000 Euro schloss jetzt eine Zuwendung des Solidaritätsfonds der Volksbank Bonn Rhein-Sieg. Stiftungsratsvorsitzender Jürgen Pütz sowie das Kuratoriumsmitglied Helmut Rings überzeugten sich in Begleitung des Selhofer Volksbank-Filialleiters Alexander Hartung von den Modernisierungsmaßnahmen im Hause Limbach-Teuchert.

Karin Limbach-Teuchert (im Rollstuhl sitzend) präsentiert das neue behindertengerechte Bad: von links Alexander Hartung, Helmut Rings beide Volksbank, Alfred Limbach und der Vorsitzende des Stiftungsrates des Solidaritätsfonds Jürgen Pütz)

Karin Limbach-Teuchert ist überglücklich, dass sie das neue Bad endlich benutzen kann. Die Krankengeschichte der 54 jährigen Frührentnerin liest sich dramatisch. Seit 2007 lag sie immer wieder in Kliniken. Weil sich bei Operationen mehrfach Komplikationen einstellten, fiel sie in der Zwischenzeit für vier Monate ins Koma. Später folgten Hirnblutungen und aufgrund einer Pilzinfektion musste eine Beinamputation vorgenommen werden. Durch die verordneten Medikamente versagten zeitweise die Nieren, so dass sie zur Dialysepatientin wurde.

Ihr Ehemann Alfred Limbach, der die Pflege seiner Frau zum großen Teil selbst übernommen hat, erinnert sich „Die Ärzte hatten meine Frau schon aufgegeben, doch sie bekam glücklicherweise immer wieder die Kurve!“  

Die Vertreterversammlung der Volksbank Bonn Rhein-Sieg hatte im Juni 2012 beschlossen, erstmalig in der über 110jährigen Geschichte der Volksbank, einen eigenen Solidaritätsfonds einzurichten. Die Mittel des Fonds sollen zur Unterstützung von gemeinnützigen sozialen und kulturellen Initiativen und insbesondere für unverschuldet in Not geratene Mitglieder der Genossenschaft verwendet werden.

Dazu erklärte Volksbank-Vorstandsvorsitzender Jürgen Pütz: „Der neue Fonds ist eine zutiefst genossenschaftliche Einrichtung. Unsere Gründer Hermann Schultze Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen haben uns die genossenschaftlichen Grundsätze der Solidarität, der Selbsthilfe und Selbstverantwortung ins Stammbuch geschrieben. Wenn jetzt unsere Mitglieder auf einen kleinen Teil ihrer Dividende verzichten, um einen Hilfsfonds zu finanzieren, dann tun sie genau das, was Genossenschaft ausmacht, nämlich nachhaltig solidarisch denken und handeln.“