Vorsicht! Gebührenfalle im Urlaub

Viele Geldautomatenbetreiber außerhalb des Euro-Raumes bieten an, die Belastung der Barabhebung statt in der Landeswährung direkt in Euro abzurechnen.

Wer sich auf den Service einlässt, muss oft teuer dafür bezahlen.

Das System funktioniert folgendermaßen: Wer an einem Geldautomaten im Urlaub oder auf Geschäftsreisen Geld abhebt, wird von der ausländischen Bank gefragt, ob er eine Abrechnung "in Euro" zu einem "festgelegten" Wechselkurs wünscht.

Das Problem: Dieser "festgelegte" Wechselkurs liegt häufig weit über dem offiziellen Wechselkurs. Urlauber zahlen so bis zu zehn Prozent mehr für den verfügten Betrag.

Das Verfahren verbreitet sich rasant. Zur Anwendung kommt es weltweit, z.B. in der Schweiz, in Großbritannien, in der Türkei, in Tschechien, in Polen, in Thailand oder in China. Diese Vorgehensweise kommt auch zunehmend bei Kartenzahlungen in Hotels, Duty-Free-Shops oder Tankstellen zum Einsatz.

Egal, ob Sie eine VR-Bankkarte oder Kreditkarte nutzen, bei der Frage ob Sie in Euro zahlen möchten, ist Vorsicht geboten: Der "festgelegte" Wechselkurs und die zusätzliche Kommission der ausländischen Bank sind oft teurer als die Zahlung in Landeswährung.