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Volksbank Bonn Rhein-Sieg wächst trotz Finanzmarktkrise

 

Vorstand Jürgen Pütz: Unser Geschäftsmodell ist sehr solide!

Königswinter. Helmut Rings,
Regionaldirektor der Volksbank Bonn Rhein-Sieg und verantwortlich für das Vertriebsgebiet Siebengebirge, konnte der Regionalversammlung, die im Maritim Hotel Königswinter zusammengetreten war, für das laufende Jahr überdurchschnittliche Zahlen präsentieren. „Mit einem um 5,2 Mio. Euro auf 14,6 Mio. Euro gestiegenen Betriebsergebnis vor Steuern übertreffen wir die Vergleichswerte der anderen Kreditgenossen- schaften im Rheinland“, resümierte Rings vor über 600 Mitgliedern und Gästen, zu denen auch der Bürgermeister der Stadt Königswinter Peter Wirtz zählte.

 

Der Jahresgewinn werde weitgehend zur Stärkung der Vorsorgereserven und Rücklagen verwendet. Aber auch die Eigentümer der Volksbank sollen wieder am sehr guten Erfolg partizipieren. Im Mai hatten sie für das ebenfalls sehr gut verlaufene Vorjahr eine Dividende von sechs Prozent erhalten.

Der Regionaldirektor berichtete, dass auch die ersten zehn Monate des Jahres 2009 Grund zum Optimismus böten. Das Volumen der Kundeneinlagen sei auf hohem Niveau stabil. Of-fensichtlich vertrauen die Kunden auf die Sicherheit der Einlagen bei der Volksbank, denn bis zum Jahreswechsel 2008/2009 seien der Bank Einlagen in Höhe von 303 Mio. Euro zugeflossen, was einer Steigerung um 22 Prozent entspräche. Das Kreditvolumen weise trotz nennenswerter planmäßiger Tilgungen eine ebenfalls eine Steigerung um 5,4 Prozent auf. Weil die Bank auch die Kosten im Griff habe, erwarte die Geschäftsleitung für 2009 mit 8 – 10 Mio. Euro einen Jahresüberschuss nach Steuern in etwa auf der Höhe des Vorjahres.

Im Teilmarkt Siebengebirge, zu dem die Filialen in Oberkassel, Dollendorf, Königswinter-Altstadt, Bad Honnef, Selhof und Rottbitze zählen, habe die Bank die Bestände im Bereich der Baufinanzierungen um 10 Prozent oder 4,4, Mio Euro auf 47,5 Mio. Euro gesteigert. Die Spareinlagen seien sogar um 32 Prozent oder 8,1 Mio. Euro angewachsen, berichtete Helmut Rings. Besonders erfreut zeigte sie sich über den Zulauf neuer Bankteilhaber. Weil in 2008 482 neue Mitglieder und in diesem Jahr bereits weitere 316 Kunden Genossenschaftsanteile erworben haben, sei die Mitgliederzahl in der Region auf 9.448 gestiegen.

Vorstandssprecher Jürgen Pütz konnte die Bankteilhaber beruhigen, indem er feststellte, dass die Volksbank Bonn Rhein-Sieg von der weltweiten Bankenkrise nicht direkt betroffen sei. Das Geschäftsmodell seines Hauses konzentriere sich auf das Kerngeschäft mit den Firmen und Privatkunden in der Region. Eine Studie des Handelsblattes aus dem März dieses Jahres hatte ergeben, dass die Volksbanken als Imagegewinner aus der Finanzkrise hervorgegangen sind.

Pütz lobte das entschlossene Handeln der Politik und der Gesetzgebung, denen es gelungen war, in kürzester Zeit das Finanzmarktstabilisierungsgesetz zu verabschieden. Deutliche Kritik übte der Volksbank-Vorstand allerdings am „massiven Konditionenwettbewerb, der gerade von solchen Instituten ausgeht, die staatliche Hilfeleistungen, die letztlich von jedem Steuerbürger bezahlt werden müssen, in Anspruch nehmen. "Vor allem kapitalmarktabhängige Banken sind derzeit bereit, Zinsen für Kundeneinlagen zu zahlen, die weit vom Marktniveau abweichen. Dieser unfaire Wettbewerb ist für uns nicht akzeptabel“, machte Jürgen Pütz deutlich.

Neu in den Regionalbeirat wählten die Mitglieder den Bad Honnefer Projektentwickler Theodor Bröhl, den Unternehmer Ferdinand Hoitz jun. aus Niederdollendorf und den Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbauges. der Stadt. Königswinter Dr. Andreas Pätz.
Wiedergewählt wurden der bisherige Beiratsvorsitzende Eckhard Behm, sein Stellvertreter Andreas Gemein, Rainer Bietau, Thomas Oelpenich und Sonja Walscheid.

Josef Blöser und Manfred Maderer, standen wegen des Erreichens der Altersgrenze nicht mehr zu Wiederwahl. Ihnen dankte Vorstandssprecher Jürgen Pütz für ihr ehrenamtliches Engagement im Regionalbeirat. Beide gehörten dem Beirat seit seiner Gründung im Jahr 2000 an.

Im Rahmenprogramm begeisterte der Comedian „Herr Fröhlich“ seine Zuhörer mit seinem artistisch-musikalischen Kabarettprogramm. Seine im Stil des unvergessenen Heinz Erhard vorgetragenen Texte wurden mit viel Beifall bedacht.