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„Brücke“ für das Volksbank-Haus

 

Bonn. Durch ein großformatiges Gemälde von Gudrun Barenbrock ergänzt die Volksbank Bonn Rhein-Sieg die künstlerische Ausgestaltung ihres Forums im modernen Verwaltungsgebäude am Rand der Bonner Rheinaue.

 


 


Das Gemälde „Brücke“ besteht aus 3 Teilen, jeweils 4,3 Meter hoch und 2 Meter breit, die in unregelmäßigen Abständen die Wand gliedern. Das Bildmotiv ist ursprünglich ein Standbild aus einem Videofilm, den Gudrun Barenbrock auf einer Zugfahrt über die Hohenzollernbrücke aufgenommen hat. Dieser Filmstill wurde noch im Schnittprogramm auf eine kontraststarke, rasterähnliche Struktur reduziert. Erst dann griff die Künstlerin in traditioneller Weise zum Pinsel und übertrug das Motiv in mehreren Farbschichten auf die Leinwand.

„Die Malerei behält das letzte Wort“, betont der renommierte Kunsthistoriker und Kurator Prof. Dr. Manfred Schneckenburger anläßlich der Vorstellung des Werkes im Volksbank-Haus. Professor Schneckenburger, zweimaliger Leiter der Kasseler documenta, begleitet das künstlerische Schaffen Gudrun Barenbrocks seit vielen Jahren. Er ist zudem Autor eines Essays in der Kurzdokumentation, die die Volksbank zur Präsentation des Kunstwerks herausgegeben hat. „Die Hängung vermeidet jede triptychonale Hierarchie, sondern rückt zusammen, pausiert, rückt ab: ein Rhythmus, der atmet und weiterführt,“ hebt Schneckenburger hervor.

Rudolf Müller, Vorstandsvorsitzender und Hausherr, freut besonders, mit der Künstlerin eine Vertreterin der rheinischen Kunstszene gewonnen zu haben. „Uns hat die Idee von Gudrun Barenbrock überzeugt. Das Thema ihrer Malerei, einen Brückenschlag zwischen Innen- und Außenraum herzustellen, hat uns fasziniert. Künstlerische Arbeit und Architektur des Volksbank-Hauses ergänzen sich hervorragend, die Bildmotive hier im Forum und die Natur der uns umgebenden Rheinaue greifen ineinander. Durch die großen Fenster findet die „Brücke“ eine Verbindung nach draußen, in den Rheinauen-Park hinaus bis hinunter zum Rhein, dem Strom, der unsere Region prägt.“

Gudrun Barenbrock selbst sagt zu ihrer Arbeit: „Das verwendete Hochformat unterbricht bewusst die horizontale Betonung der Architektur und führt eine dynamische Vertikale in das Forum ein. Das Bildmotiv – eine Rheinbrücke – thematisiert nicht nur den hier direkt vor der Haustür gelegenen Fluss, sondern ist auch im übertragenen Sinn zu verstehen: Das Wasser als Metapher für stetige, zwar weiche, aber unaufhaltsame Bewegung, für Anpassung und Kraft.“ 




Weitere Kunst im Volksbank-Haus:
„Die rheinische Lösung“, Gemälde von Martin Noël, 2001.
Außenskulptur aus Tessiner Granit, ohne Titel, von Beat Bösiger, 2001.

Das Volksbank-Haus in der Bonner Heinemannstraße wurde im Jahr 2001 seiner Bestimmung übergeben. Es entstand nach Plänen der Planungsgruppe Stieldorf (Georg Pollich, Stefan Türler).

Weitere Informationen über Gudrun Barenbrock:  www.gudrunbarenbrock.de