'Die Rheinische Lösung'
Der künstlerische Beitrag des 1956 in Berlin geborenen und in Bonn lebenden Malers Martin Noël prägt die Atmosphäre im Innern des Volksbank-Hauses.

Sein Kunstwerk mit dem Titel „Die Rheinische Lösung“, das sich über mehrere Stockwerke hinweg an einer Wand entlang zieht, erinnert auf den ersten Blick an Konfetti, die in die Luft geworfen werden.

Bei genauerer Betrachtung wird jedoch ein komplexer Aufbau aus Farbkreisen, aus „luftigen Punkten“ erkennbar, die einen Kontrapunkt zu den hellen Farbflächen und der von horizontalen und vertikalen Strukturen dominierten Architektur darstellen.
Das Wechselspiel von Farbe und freier Fläche, von scheinbar beliebig aufsteigendem Farbelementen und geradliniger Umgebung unterstreicht die freie, transparente Anmutung des Gebäudes.
Das Werk ist Symbol der Dynamik und Lebensfreude im Arbeitsumfeld. Mit seinem Beitrag rundet Noël, dessen Kunst jedes Jahr in zahlreichen bedeutenden Ausstellungen gezeigt wird, das Konzept der Innengestaltung des Volksbank-Hauses ab.
Als geistiges Rüstzeug hat der Künstler dem Werk einen hintersinnigen Text von Kasimir Malewitsch (1922) an die Seite gestellt:
„Der menschliche Schädel stellt die Unendlichkeit für die Bewegung der Vorstellungen dar. Er gleicht der Unendlichkeit des Weltalls, kennt wie sie keine Decke, keinen Boden und bietet Raum für einen Projektionsapparat, der leuchtenden Punkte als Sterne im Raum erscheinen lässt. Im menschlichen Schädel entsteht und vergeht alles, genau wie im Weltall: Kometen, Epochen, alles wird und vergeht.“
Zur Person
Martin Noël
1956 geboren
1985 Stipendium der Stadt Bonn
1987 Max-Ernst-Stipendium Brühl
1992 Kunstpreis der Stadt Bonn
Kunst am Bau: Windeck-Bunker Bonn; Volkspark Mariendorf, Berlin; Straßenpflaster, Freiburg/Rieselfeld
(link: http://www.galerie-holtmann.de/artists/noel_bio.htm )


