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Checkliste Finanzierung:

So vermeiden Sie die häufigsten Darlehens-Fehler

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt - dieser alte Werbeslogan gilt auch bei der Zusammenstellung der richtigen Baufinanzierungslösung. Welches die häufigsten Fehler sind und wie sich diese vermeiden lassen, haben wir im Folgenden für Sie dargestellt.

Fehler Nr. 1: Traumimmobilie "schön rechnen"

Bevor es mit der Auswahl der richtigen Immobilie losgeht, muss man sich im Klaren sein, wie groß der finanzielle Spielraum ist. Oder auch: Welches Monatseinkommen steht meiner Familie langfristig zur Verfügung? Eine erste Orientierung gibt die bisherige Kaltmiete. Wer diesen Betrag bisher gut stemmen konnte, wird ihn auch als Darlehensrate bedienen können. Wirkliche Gewissheit bringt aber nur ein Kassensturz, bei dem sämtliche Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt werden. Bei diesem Kassensturz ist es wichtig, alle Posten ehrlich über einen längeren Zeitraum aufzulisten und dabei auch unregelmäßige Ausgaben wie Autoreparaturen, Urlaub und natürlich die Nebenkosten des Immobilienkaufs eher zu großzügig als zu knapp zu kalkulieren.

Fehler Nr. 2: Zu geringe Tilgung vereinbaren

Mindeststandard ist eine anfängliche Tilgungshöhe von 1,00 Prozent der Darlehensrate pro Jahr. Je niedriger aber der Tilgungssatz ist, desto länger dauert es, wieder schuldenfrei zu werden. In Zeiten niedriger Zinsen wie heute sollten Bauherren und Immobilienkäufer prüfen, ob sie den erzielbaren Konditionsvorteil in eine schnellere Schuldenfreiheit investieren können. Wer beispielsweise statt der üblichen einprozentigen Tilgung 2,00 Prozent vereinbart, verkürzt bei einem 100 000-Euro-Kredit seine Rückzahlungsdauer um 13 Jahre.

Fehler Nr. 3: Ohne Absicherung finanzieren

Lastet die Finanzierung hauptsächlich auf einer Person, sollte diese abgesichert sein. Eine Risikolebensversicherung hilft Hinterbliebenen im Todesfall, die Monatsrate weiter zu bedienen. Weitere Vorkehrungen gegen Berufsunfähigkeit oder gegen Arbeitslosigkeit sorgen dafür, dass die Kreditraten auch beglichen werden können, wenn der Hauptverdiener seinem Beruf gar nicht mehr oder nur noch bedingt nachgehen kann.

Fehler Nr. 4: Keine Reserven für Instandhaltung

Wer knapp kalkuliert hat, dessen Finanzierung kann bei unvorhergesehenen Reparaturen oder Modernisierungen ins Wanken geraten. Daher ist es wichtig, Rücklagen zu bilden. Da mit zunehmendem Alter einer Immobilie auch deren Instandhaltungskosten steigen, sollte man von Anfang an Rücklagen bilden. Hier gilt die Faustregel: Zwei Euro monatlich pro Quadratmeter Wohnfläche zurücklegen.